Im Rahmen einer Ergänzung der bestehenden Vorgaben wurden die bilanziellen Folgen einer Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture in den Regelungsbereich aufgenommen. Der Anlass für die Änderung war eine bestehende Unklarheit ausgehend von einem (potentiellen) Widerspruch der Vorgaben zur Vollkonsolidierung (IFRS 10) und Bewertung at Equity (IAS 28) in Bezug auf die Erfassung nicht realisierter Gewinne aus Transaktionen mit einem Investor. Die Erlangung oder der Verlust von Beherrschung ist nach Auffassung des IASB ein bedeutsames wirtschaftliches Ereignis, welches eine Neubewertung und die Erfassung von Erfolgen erfordert. Daher wird für statuswechselnde Transaktionen, die ein Business i. S. v. IFRS 3 betreffen, eine vollständige Erfolgswirkung ohne Eliminierungspflicht vorgegeben. Stellt das Bilanzierungsobjekt einer Transaktion mit Statuswechsel allerdings kein Business dar, bleibt es bei der Pflicht zur (Zwischen-)Ergebniseliminierung. Die seitens des IASB gewollte Klarstellung wird mit den Vorgaben nicht erreicht. Die vorgenommenen Ergänzungen an den Vorgaben begründen mehr neue Fragestellungen, als Antworten auf bereits bestehende Unklarheiten geliefert werden.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge