Baukindergeld / 3.4 Haushaltszugehörigkeit

Melderegister

Das minderjährige Kind muss zum Zeitpunkt der Antragstellung zum Haushalt des Antragstellers gehören. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Haushalt ist der Eintrag ins Melderegister. Hier kommt es auf den Tag des Eingangs der melderechtlichen An- oder Ummeldung an. Dies kann immer dann von Bedeutung sein, wenn die Kinder zuvor nicht im Haushalt des Antragstellers (z. B. Scheidungskinder, Pflegekinder, Patchwork-Familien) gelebt haben.

 
Praxis-Beispiel

Wirkung Melderegister

Klaus Brun und Helga Kraft leben seit einigen Jahren gemeinsam in einer Mietwohnung. Mit in dem Haushalt lebt der 10-jährige Max. Max ist der Sohn von Helga Kraft aus erster Ehe. Nach der Trennung zog Frau Kraft mit Max aus der damalig gemeinsamen Wohnung aus. Nach dem Einzug bei dem neuen Lebensgefährten Klaus Brun hat sich Frau Kraft damals zwar umgemeldet, die Ummeldung von Max unterblieb allerdings. Max ist somit noch in der Wohnung seines leiblichen Vaters gemeldet.

Würde Herr Brun und Frau Kraft nun gemeinsam eine Wohnung erwerben oder herstellen, würde das Baukindergeld versagt, weil Max melderechtlich nicht zum Haushalt der beiden gehört.

 
Praxis-Tipp

Melderegister

Sollten die Kinder nicht oder nicht immer vor Antragstellung im Haushalt gelebt haben, so sollte die An- oder Ummeldung noch vor dem Kaufvertrag oder Bauantrag erfolgen. Dies spart möglichen Ärger.

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