Neben dem Preis sind es noch zusätzlich eine Reihe von Einkaufskonditionen, die entscheidend mitwirken können:

  • Rahmen- oder Abrufaufträge: Diese können mit einem zusätzlichen Preisnachlass belohnt werden.
  • Lieferort: Wichtig ist dabei die Frage: "Bis wohin zahlt der Lieferant die Frachtkosten?"
  • Lieferfristen: Können Ihre Lagerkosten minimiert werden, da der Lieferant flexibel liefern kann?
  • Transport- und Frachtkosten: Das ist ein wichtiger Kostenfaktor, man denke z. B. an Luftfracht. Einkaufspreise sind immer im Zusammenhang mit den Frachtkosten zu beurteilen. Wer übernimmt die Frachtkosten? Sie sollten bei Verhandlungen immer versuchen, die Frachtkosten auf den Lieferanten abzuwälzen.
  • Transport- und Versandart: Hat der Lieferant von sich aus die billigste Transportart gewählt. Wenn nein, warum nicht?
  • Verpackungskosten: Ebenfalls immer Verhandlungssache. Oft stellt sich die Frage, warum die Ware eigentlich so teuer verpackt sein muss.
  • Gefahrenübergang: Wer haftet wann für den so genannten Untergang der Ware?
  • Fristen für Beanstandungen und Mängelrügen: Darauf achten, dass auch später entdeckte Mängel, die eventuell erst im Produktionsprozess auftreten, noch beanstandet werden können.
  • Gewährleistung: Eigentlich sollte die Gewährleistung selbstverständlich sein. Vorsicht, wenn bestimmte Gewährleistungen ausgeschlossen werden.
  • Rabatte: Dass hier verhandelt wird, ist natürlich selbstverständlich.
  • Erfüllungsort, Gerichtsstand: Der Gerichtsstand kann bei sensiblen Geschäften wichtig sein. Wer will schon bei Streitigkeiten zeitaufwändig reisen.

Auch die Zahlungsbedingungen sind festzulegen und können je nach Anbieter variieren:

  • Zahlungsziel: Es ist im Endeffekt schon ein gewaltiger Unterschied, der auch finanziell zu Buche schlägt, ob man in 20 oder erst in 90 Tagen eine größere Summe zahlen muss.
  • Skonti: Skonti sind der billigste Kredit. Wenn möglich immer nutzen. Allerdings gilt es dabei abzuwägen, ob nicht das verlängerte Zahlungsziel die günstigere Alternative ist.
  • Folgen des Zahlungsverzugs (wie Höhe der Mahngebühren): Aufpassen, wenn hier horrende Summen gefordert werden. Zwar hofft man, es trifft nie ein, aber wehe, wenn ein eigener Kunde nicht zahlt und eine hohe Verbindlichkeit in Verzug ist.

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