Nach R 6.1 Abs. 2 EStR gehören nur die Wirtschaftsgüter zum Umlaufvermögen, die zur Veräußerung, zur Verarbeitung oder zum Verbrauch angeschafft oder hergestellt worden sind. Hierunter fallen insbesondere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Erzeugnisse und Waren sowie Kassenbestände. Ein Vermögensgegenstand/Wirtschaftsgut des Anlagevermögens, dessen Veräußerung beabsichtigt ist, bleibt so lange Anlagevermögen, wie sich seine bisherige Nutzung nicht ändert und die bisherige Nutzung bis zur Veräußerung unverändert aufrechterhalten bleibt.[1] Die bloße Verkaufsabsicht bewirkt keinen Wechsel vom Anlage- zum Umlaufvermögen.

 
Praxis-Beispiel

Beabsichtigter Verkauf eines Pkw des Anlagevermögens

Die Geschäftsführung beschließt am 22.9.02, einen zum Anlagevermögen zugeordneten betrieblichen Pkw im Januar 03 zu veräußern.

Ergebnis: Der Pkw muss in der Bilanz zum 31.12.01 weiterhin dem Anlagevermögen zugeordnet bleiben, da die Veräußerung lediglich geplant ist.

[1] R 6.1 Abs. 1 Satz 7 EStR; Beck'scher Bilanz-Kommentar, 11. Aufl. 2018, § 247 HGB, Rz. 361.

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