Anlagevermögen / 4.4 Sonstige Ausleihungen

Zu den sonstigen Ausleihungen gehören alle Finanzanlagen, die nicht zu den bereits dargestellten Arten von Finanzanlagen zu rechnen sind. Das sind z. B. unverbriefte Geschäftsanteile, die keine Beteiligungen i. S. v.  § 266 Abs. 2 A. III. 3 HGB sind, oder auch nicht oder als Namenspapier verbriefte Genussrechte. Ebenso fallen hierunter langfristige Ausleihungen an GmbH-Gesellschafter, soweit diese nicht in einem Sonderposten nach § 42 Abs. 3 GmbHG erfasst sind.

Nicht hierunter fallen kurzfristige Kapitalforderungen, die bei betrieblicher Veranlassung als sonstige Vermögensgegenstände zum Umlaufvermögen gehören.

 
Praxis-Beispiel

Sonstige Ausleihungen

  • Der Unternehmer A hat seinem langjährigen Geschäftspartner B ein 5-Jahres-Darlehen gewährt, das der B in Jahresraten abzahlt; Restforderung am Bilanzstichtag 31.12.01: 30.000 EUR.

Als Bilanzposten "Sonstige Ausleihungen" sind 30.000 EUR zu erfassen.

  • Die C-GmbH hat ihrem Gesellschafter D ein Darlehen über 3 Jahre gewährt. Es ist nicht nach § 42 Abs. 3 GmbHG erfasst. Die Restforderung am Bilanzstichtag 31.12.01 beträgt 6.000 EUR.

Als Bilanzposten "Sonstige Ausleihungen" sind 6.000 EUR zu erfassen.

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