Zusammenarbeit mit dem gese... / 2.1 Gesetzliche Grundlagen der Abschlussprüfung

Die zentralen Rechtsgrundlagen für die gesetzliche Abschlussprüfung nach HGB ergeben sich aus § 316 HGB sowie § 6 PublG. Hiernach sind vom Abschlussprüfer zu prüfen:

  • Der Jahresabschluss und der Lagebericht von Kapitalgesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften & Co., wenn es sich hierbei um mittelgroße oder große Gesellschaften handelt;
  • Der Jahresabschluss nebst Lagebericht von Unternehmen bestimmter Branchen, unabhängig von deren Größe und Gesellschaftsform; dies gilt vor allem für Kreditinstitute und Versicherungen.
  • Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht von Kapitalgesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften & Co.
  • Der Jahresabschluss und der Lagebericht von Unternehmen, die die Größenkriterien des § 1 PublG erreichen, unabhängig von der Rechtsform der Gesellschaft.

Gegenstand der Prüfung sind neben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht auch die Buchführung des Unternehmens sowie die Frage, ob die ergänzenden Bestimmungen, die sich aus anderen Gesetzen oder dem Gesellschaftsvertrag ergeben können, eingehalten worden sind. Bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft erstreckt sich die Prüfung zudem darauf, ob das vom Vorstand eingerichtete Risikoüberwachungssystem angemessen ist.

Demgegenüber ist die Prüfung der Tätigkeit der Geschäftsführung, also insbesondere die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, grundsätzlich kein Punkt, den der Abschlussprüfer prüft. Dies ist anders etwa bei der Prüfung einer Genossenschaft oder bei einer Prüfung nach dem Haushaltsgrundsätzegesetz.

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