Zinsaufwendungen: Alternati... / 2 Durch welche Bilanzierungsmaßnahme können Zinsaufwendungen erfolgswirksam neutralisiert werden?

Aus diesen Gründen versuchen Unternehmen durch die Nutzung handelsrechtlicher Wahlrechte den Zinsaufwand größtenteils oder sogar vollständig aus der Erfolgsrechnung zu eliminieren. Diese Möglichkeit bietet der § 255 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 HGB im Rahmen der Definition der handelsrechtlichen Herstellungskosten:

"Zinsen für Fremdkapital gehören nicht zu den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstands verwendet wird, dürfen angesetzt werden, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen; in diesem Falle gelten sie als Herstellungskosten des Vermögensgegenstands."

Davon machen vorzugsweise Unternehmen aus dem Anlagenbau wie auch aus der Bauwirtschaft Gebrauch, da die mittels Fremdfinanzierung angefallenen Zinsaufwendungen gesondert erfasst und folglich zunächst auf die unfertigen Erzeugnisse oder die unfertigen Bauten als Bestandteile von deren Gestehungskosten zunächst einkalkuliert und bilanziell aktiviert werden.

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