Zinsaufwendungen: Alternati... / 1 Wodurch unterscheiden sich Fremdkapital-Zinsaufwendungen von Eigenkapitalzinsen?

Für die meisten Unternehmen stellt die Fremdfinanzierung ein unabdingbares Erfordernis dar, da diese Finanzierungsform gegenüber der Eigenfinanzierung doch 2 zentrale Vorteile aufweist:

  1. Einerseits ist die Höhe der seitens des externen Fremdkapitalgebers in Rechnung gestellten Vergütung für die Zurverfügungstellung eines gewissen Geldbetrages (Zinsaufwendungen) meist deutlich niedriger als die Eigenkapitalkosten – werden doch Verzinsungen auf das Eigenkapital von über 15 % erwartet.
  2. Andererseits stellen Zinsaufwendungen für aufgenommenes Fremdkapital handelsrechtlich eine Gewinnminderung und ertragsteuerlich eine Betriebsausgabe dar.

Auch bei der Leasingvariante aus Finanzierungs-Leasing fallen über die Vertragslaufzeit für das gemietete Gut gemäß vorliegendem Tilgungsplan (absetzbare) Zinsaufwendungen an. Hingegen erfolgt bei Gewinnausschüttungen aufgrund eines notwendigen vorliegenden Gesellschafterbeschlusses an die Gesellschafter bei der ausschüttenden Gesellschaft zunächst eine erfolgsneutrale Umbuchung im Wege eines Passivtausches von Eigenkaptal (Bilanzgewinn) an Fremdkapital (Verbindlichkeiten) und schließlich mit der durchgeführten Überweisung an den Empfänger in der Dividenden auszahlenden Gesellschaft der endgültigen Liquiditätsabfluss.

Dennoch stellen Zinsaufwendungen für bilanzierende Kaufleute in mehrfacher Hinsicht wie Ertragsteuern ein oftmals lästiges Übel dar. Die Gründe liegen einerseits in der (deutlichen) Absenkung des Finanzergebnisses bis hin zu einer im schlechtesten Falle sich ergebenden Umkehrung in einen Finanzverlust, der im unangenehmsten Falle auch das (geringfügig) positive operative Betriebsergebnis in ein negatives Ergebnis vor Steuern wandeln kann. Andererseits erfordert der derzeit nicht mehr vorhandene Zinsertrag aus konservativen Kapitalanlagen, wie etwa der Veranlagung in Festgeldern, ein Investment in risikoreichere Finanzinstrumente. Hieraus kann, wiederum auch ein Verlust mit Notwendigkeit der Abwertung durch Abschreibungen der betroffenen Finanzanlagen resultieren.

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