Werbung

Wo die Probleme sind:

  • Das richtige Konto
  • Umfang der Werbung
  • Sponsoring
  • Werbeartikel

1 So kontieren Sie richtig

 

Praxis-Wegweiser:

"Das richtige Konto"

Kontenbezeichnung:

Werbekosten

Eigener

Kontenplan
SKR 03
  4600
IKR  
6870 SKR 04
Kostenart 6600
 

Kostenstelle/

Schlüssel
 

Praxis-Wegweiser:

"Das richtige Konto"

Kontenbezeichnung:

Streuartikel

Eigener

Kontenplan
SKR 03
  4605
IKR  
6872 SKR 04
Kostenart 6605
 

Kostenstelle/

Schlüssel

So kontieren Sie richtig!

Aufwendungen für Maßnahmen, die dazu dienen, das Ansehen Ihrer Firma zu fördern und die Produkte und/oder Dienstleistungen zu verkaufen, sind Werbekosten. Dazu gehören insbesondere Aufwendungen für Postwurfsendungen, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Fernseh-, Rundfunk- und Kinowerbung etc. Sie buchen diese Aufwendungen auf das Konto "Werbekosten" 4600 (SKR 03) bzw. 6600 (SKR 04).

 

Buchungssatz:

Werbekosten

an Bank

Für Werbegeschenke, die Streuartikel sind, wie z. B. Kugelschreiber, gelten nicht die strengen Anforderungen für Geschenke. Sie verwenden hierfür das Konto "Streuartikel" 4605 (SKR 03) bzw. 6605 (SKR 04).

2 Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung: Kosten für einen Werbefeldzug

Herr Huber hat sein Dienstleistungsangebot deutlich erweitert. Damit Kunden diese Dienstleistung nachfragen, startet er einen Werbefeldzug mit Zeitungsanzeigen, Wurfzetteln und Kinowerbung. Es entstehen ihm dafür Kosten von 5.950 EUR brutto einschließlich 19 % Umsatzsteuer.

Buchungsvorschlag:

SKR 03

 
4600 Werbekosten 5.000  
1576 Abziehbare Vorsteuer 19 % 950 an 1200 Bank 5.950

SKR 04

 
6600 Werbekosten 5.000  
1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % 950 an 1800 Bank 5.950

Zu den Kosten der Werbung gehören neben den Aufwendungen für Postwurfsendungen, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Fernseh-, Rundfunk- und Kinowerbung usw. auch die Aufwendungen für Sponsoring-Maßnahmen. Wenn ein Unternehmer z. B. durch Zahlungen an einen gemeinnützigen Sportverein wirtschaftliche Vorteile erzielt, handelt es sich um eine Sponsoring-Maßnahme. Er kann die Aufwendungen dann als Werbekosten in vollem Umfang als Betriebsausgaben abziehen.

Der wirtschaftliche Vorteil, der als Werbung anzusehen ist, kann auch in der Sicherung und Erhöhung des unternehmerischen Ansehens liegen. Der Unternehmer erzielt bereits dann einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn in Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen auf seine Sponsoring-Maßnahmen hingewiesen wird.[1]

 

Praxis-Beispiel: Kauf von Sprot-Trikots mit Firmenlogo

Herr Huber kauft für den örtlichen Fußballverein die neuen Fußballtrikots und zahlt dafür 1.785 EUR. Auf den Trikots wird auch das Firmenlogo von Herr Huber aufgedruckt. Herrn Huber kann seine Aufwendungen als Werbekosten und die Umsatzsteuer, wenn er die Trikots selbst über seine Firma einkauft, als Vorsteuer abziehen.

3 Google-Kosten: Besonderheit bei der Umsatzsteuer

Da Google (weil Sitz in Irland) eine Nettorechnung schickt, wird die Umsatzsteuer auf das Konto "Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 %" 1787 (SKR 03) bzw. 3837 (SKR 04) gebucht. Die Gegenbuchung erfolgt auf das Konto "Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 %" 1577 (SKR 03) bzw. 1407 (SKR 04).

Die Werbekosten richten sich nach der Zahl des Anklickens der Werbung

Sie können für Ihre Werbung bei der Fa. Google eine Werbeanzeige schalten. Dazu benutzen Sie AdWords, womit der Umfang der Werbung und die Höhe der Werbekosten bestimmt werden kann.

Bei Werbungen bei Google besteht allerdings die Besonderheit, dass Google in Irland ansässig ist. Google in Irland ist leistender Unternehmer.

Bei einer Werbung bei Google müssen Sie angeben, ob das AdWords-Konto für gewerbliche Zwecke verwendet werden soll.

Die Schaltung einer Werbeanzeige geschieht aus geschäftlichen Zwecken. Da Google mit Sitz in Irland leistender Unternehmer ist – Google erbringt eine sonstige Leistung im Sinne des § 13b Abs. 1 Nr. 1 UStG als im Ausland ansässiger Unternehmer –, schulden Sie als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b Abs. 2 UStG.

Mit anderen Worten: Google stellt Ihnen keine Umsatzsteuer in Rechnung. Wenn Sie die Rechnung (netto ohne Umsatzsteuer) erhalten, sind Sie verpflichtet, diese bei Ihrem zuständigen Finanzamt anzumelden. Sie können allerdings als zum Vorsteuerabzug berechtigter Unternehmer die Umsatzsteuer gleichzeitig wieder als Vorsteuer abziehen.

 

Praxis-Beispiel: Google-Werbeanzeige

Unternehmer Hans Groß hat bei Google eine Werbeanzeige in Auftrag gegeben. Hans Groß hat mit Google eine monatliche Obergrenze von 500 EUR festgelegt. Diese wird erreicht, da es sich um ein neuwertiges Produkt handelt.

Buchungsvorschlag:

SKR 03

 
4600 Werbekosten 500 an 1200 Bank 500
1577 Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 % 95 an 1787 Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19 % 95

SKR 04

 
6600 Werbekosten 500 an 1800 Bank 500
1407 Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19 % 95 an 3837 Umsatzsteuer nach 13b UStG 19 % 95

4 Marketingkosten und Marktstudien zählen zu den Vertriebskosten

Marketingkosten und Kosten für Marktstudien dienen dazu, die eigenen Produkte bzw. die eigenen Dienstleistungen besser am Markt zu platzieren. Diese Maßnahmen dienen somit dem Vertrieb und können nicht als immaterielle Wirtschaftsgüter qualifiziert werden. Aufwendungen, die von Drittfirmen in Rechnung...

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