Verwaltervertrag

Kurzbeschreibung

Die Wohnungseigentümergemeinschaft möchte die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums einem professionellen Verwalter übertragen. Diese Vorlage dient als Grundlage für einen individuell zu erstellenden Verwaltervertrag.

Vorbemerkung

Unabhängig von der Bestellung des Verwalters gemäß § 26 Abs. 1 WEG ist der Abschluss eines Verwaltervertrags zwischen der teilrechtsfähigen Eigentümergemeinschaft und dem bestellten Verwalter jedenfalls dann erforderlich, wenn der Verwalter seine Tätigkeit entgeltlich ausüben will. Der entgeltliche Verwaltervertrag ist ein Geschäftsbesorgungsvertrag im Sinne des § 675 BGB. Der Abschluss eines solchen Vertrags ist grundsätzlich formfrei, d. h. er kann auch mündlich abgeschlossen werden. Wird über das Honorar keine ausdrückliche Vereinbarung getroffen, so gilt gemäß § 675 BGB i. V. m. § 612 Abs. 1 BGB im Zweifel eine übliche Vergütung als vereinbart. Um Streitigkeiten über die Rechte und Pflichten des Verwalters zu vermeiden, ist der Abschluss eines schriftlichen Verwaltervertrags empfehlenswert.

Auf diese Tücken müssen Sie achten

Allgemeine Hinweise

Die Verwendung von Vertragsmustern erleichtert die Arbeit. Bitte beachten Sie, dass keinerlei Haftung für die korrekte Anwendung im Einzelfall und Aktualität zum Zeitpunkt der Verwendung übernommen werden kann. Das Vertragsmuster kann insoweit nur Anregungen liefern und ist stets an die individuellen Bedürfnisse im Einzelfall anzupassen.

Verwaltervertrag

Zwischen

der Wohnungseigentümergemeinschaft

________________________________________________________,

vertreten durch die Wohnungseigentümer, diese vertreten durch den Beirat (vgl. § 1), nachstehend "Gemeinschaft" genannt

und der Firma

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

nachstehend "Verwalterin" genannt, wird folgender Vertrag geschlossen:

§ 1 Bestellung der Verwalterin und Abschluss des Vertrags

  1. Die Bestellung der Verwalterin erfolgte

    * gemäß Teilungserklärung (§ 8 WEG) / Teilungsvertrag (§ 3 WEG) vom __________.

    * durch Beschluss in der Eigentümerversammlung vom _______ 20__ unter TOP ____.

    Die Versammlungsniederschrift wurde von:

    • _____________________________________, Vorsitzende(r) des Beirats
    • _____________________________________, Mitglied des Beirats/Eigentümer(in)
    • _____________________________________, Versammlungsleiter(in)

    unterzeichnet. Die Unterzeichnung wird gegebenenfalls in öffentlich beglaubigter Form wiederholt. Die Niederschrift ist dem Vertrag anzuheften (Anlage 2).

  2. In der unter Ziffer 1) genannten Eigentümerversammlung wurden:

    • _____________________________________, Vorsitzende(r) des Beirats
    • _____________________________________, Mitglied des Beirats/Eigentümer(in)
    • _____________________________________, Mitglied des Beirats/Eigentümer(in)

    durch Beschluss beauftragt,

    * diesen Vertrag sowie die beigefügte Verwaltervollmacht, welche beide der Versammlung vorlagen, im Namen der Gemeinschaft zu unterzeichnen.

    * einen Vertrag im Namen und im Auftrag der Gemeinschaft auszuhandeln und abzuschließen sowie eine Verwaltervollmacht im Namen der Gemeinschaft und im Namen der Wohnungseigentümer auszustellen.

§ 2 Laufzeit und Kündigung

  1. Die Bestellung durch Beschluss laut § 1 dieses Vertrags erfolgte für den Zeitraum vom _______ 20___ bis _____________________ . Eine vorzeitige Abberufung der Verwalterin ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grunds zulässig.

  2. Der Verwaltervertrag wird für die Dauer der Bestellung geschlossen. Wird die Verwalterin gemäß § 26 Abs. 2 WEG erneut bestellt, so verlängert sich der Vertrag für die Dauer der erneuten Bestellung, es sei denn, die Parteien haben hiervon Abweichendes vereinbart.

  3. Der Verwaltervertrag kann für die Zeit der Vertragsdauer von beiden Vertragsparteien nur aus wichtigem Grund gekündigt werden.

    Die Kündigung der Verwalterin kann schriftlich gegenüber dem Beiratsvorsitzenden oder in der Eigentümerversammlung erklärt werden. Ein Beschluss der Wohnungseigentümerversammlung über die vorzeitige Abberufung der Verwalterin und die Kündigung dieses Vertrags aus wichtigem Grund ist sofort wirksam. Der Verwalterin bleibt das Recht zur Beschlussanfechtung gem. § 43 WEG jedoch vorbehalten.

    Die vorzeitig abberufene Verwalterin hat unverzüglich nach Aufforderung die Verwaltungsunterlagen herauszugeben.

§ 3 Aufgaben und Befugnisse

  1. Die Aufgaben und Befugnisse der Verwalterin ergeben sich aus der Teilungserklärung bzw. der Teilungsvereinbarung in Verbindung mit der Gemeinschaftsordnung, ergänzend aus diesem Vertrag mit Leistungskatalog (Anlage 1), dem Wohnungseigentumsgesetz und sonstigen gesetzlichen Vorgaben sowie den bei Vertragsabschluss gültigen Beschlüssen und Vereinbarungen der Wohnungseigentümer sowie aus rechtskräftigen Gerichtsentscheidungen, welche für sie und die Gemeinschaft verbindlich ergangen sind.

  2. Die Verwalterin handelt grundsätzlich namens und im Auftrag und für Rechnung der teilrechtsfäh...

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