Versandhandel / 4 Lieferung ausländischer Unternehmen nach Deutschland

Versandumsätze ausländischer Unternehmer an Endverbraucher in Deutschland werden grds. im Ausland erbracht und unterliegen nicht der deutschen Umsatzsteuer. Wird jedoch – spiegelbildlich wie bei Umsätzen deutscher Versandhändler ins EU-Ausland – die deutsche Lieferschwelle überschritten oder auf sie verzichtet, wird der Umsatz in Deutschland steuerpflichtig und der ausländische Versandhändler muss sich hier der Besteuerung unterwerfen.

 

Praxis-Beispiel

Überschreiten der deutschen Lieferschwelle

Ein italienischer Möbelhändler verkauft im Laufe des Jahres 2019 Möbel im Nettowert von mehr als 100.000 EUR an Privatpersonen in Deutschland (= deutsche Lieferschwelle).

Damit unterliegt der italienische Möbelhändler den Bestimmungen des deutschen Umsatzsteuerrechts und wird wie ein deutscher Unternehmer behandelt (Pflicht zur Abgabe von Erklärungen usw.).

 

Wichtig

Kleinunternehmerregelung gilt nur für inländische Unternehmer

Die Kleinunternehmerregelung findet auf ausländische Versandhändler keine Anwendung. Deshalb unterliegen diese Unternehmer bei Versandumsätzen nach Deutschland auch dann der Umsatzsteuer, wenn sie Waren für weniger als 17.500 EUR (Kleinunternehmergrenze) an Privatpersonen verkauft und auf die Anwendung der Lieferschwelle verzichtet haben.

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