Verdeckte Einlagen / 4.2 Auswirkungen für den Gesellschafter als Darlehensgeber
  • Der Verzicht auf die Rückzahlung des Darlehens ist trotz der Besserungsklausel als verdeckte Einlage zu behandeln mit den o. a. Folgen.
  • Tritt die Bedingung (Besserung der wirtschaftlichen Lage der GmbH) ein, lebt die Darlehensforderung wieder auf. Dann wird die verdeckte Einlage rückgängig gemacht.
  • Wurden für die Zeit der Krise Zinsen nachgezahlt, entstehen im Zeitpunkt des Zuflusses Betriebseinnahmen (vorausgesetzt, der GmbH-Anteil gehört zum Betriebsvermögen) bzw. Kapitaleinkünfte (wenn Sie den GmbH-Anteil im Privatvermögen halten).

Die Besserungsklausel ist günstiger als ein unbedingter Darlehensverzicht. Die Verzichterklärung sollte daher sorgfältig formuliert sein, damit sie vom Finanzamt anerkannt wird. Der Bundesfinanzhof erkennt folgende Formulierung an:

 

Praxis-Beispiel

Musterklausel Verzichtserklärung

"Zur Abwendung der drohenden Insolvenz der GmbH verzichtet der Gesellschafter … auf seinen Darlehensanspruch gegenüber der GmbH. Diese (vertreten durch den Geschäftsführer …) versichert, sich künftig nicht bzw. insoweit nicht auf den Verzicht des Gesellschafters zu berufen, als durch die Befriedigung des Darlehensanspruchs des Gesellschafters in ursprünglicher Höhe einschließlich Zinsen eine Gefährdung der Ansprüche anderer Gläubiger nicht eintritt."

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge