Verdeckte Einlagen / 1 Wann liegt eine verdeckte Einlage vor?

Die Zuwendung an die GmbH muss in einem einlagefähigen Vermögensvorteil bestehen. Andernfalls liegt keine Einlage vor. Nicht einlagefähig ist die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung von Wirtschaftsgütern zum Gebrauch. Dazu zählt auch die zinslose oder zinsvergünstigte Darlehensgewährung. Verzichtet der Gesellschafter jedoch auf aufgelaufene Zinsen, liegt eine Einlage vor, da die GmbH von einer Verbindlichkeit befreit wird (Darlehensverzicht).

Die Einlage muss durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sein. D. h. ein Nichtgesellschafter hätte bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns der GmbH den Vorteil nicht eingeräumt. Der Vermögensvorteil kann in der Übertragung eines Wirtschaftsguts bestehen, die bei einer verdeckten Einlage zu einem unangemessen niedrigen Preis erfolgt. Hier kommt es zu einer (verdeckten) Einlage des Gesellschafters in Höhe der Differenz zwischen vereinbartem Entgelt und Marktwert (Teilwert).

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