Umsatzsteuer, Gutscheine / 5.2 Rechtslage ab 2019: Definition der Begriffe "Einzweck- und Mehrzweck-Gutschein"

Danach ist ein Einzweck-Gutschein ein Gutschein, bei dem der Ort der Lieferung der Gegenstände und die für diese Gegenstände geschuldete Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Gutscheinausstellung feststehen. Daher wird zu diesem Zeitpunkt bereits die eigentliche Leistung ausgeführt. Daher lösen die spätere Einlösung und die Übergabe der Gegenstände keine umsatzsteuerlichen Folgen aus.

 

Praxis-Beispiel

Einzweck-Gutschein ab 2019

Im Zeitpunkt der Gutscheinausgabe liefert Hans Groß bereits die Wurstbrötchen, so dass er bzgl. des erhaltenen Entgelts die Umsatzsteuer abführen muss. Die spätere Einlösung des Gutscheins und die Ausgabe der Wurtsbrötchen lösen keine weiteren umsatzsteuerlichen Folgen aus.

Da in Zukunft keine Anzahlung mehr vorliegt, muss eine Endrechnung und keine Vorausrechnung erstellt werden. Im Zeitpunkt der Leistungserbringung darf nicht erneut eine Rechnung mit gesondertem Steuerausweis erstellt werden.

Nach der Richtlinie liegt ein Mehrzweck-Gutschein vor, wenn er nicht als Einzweck-Gutschein zu qualifizieren ist.

 

Praxis-Beispiel

Mehrzweck-Gutschein ab 2019

Wie bisher ist die Ausgabe eines Mehrzweck-Gutscheins umsatzsteuerlich irrelevant. Erst bei Leistungserbringung und bei Entgegennahme des Gutscheins erfolgt die Besteuerung.

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