Sachbezüge-ABC / Wohnen für Hilfe

Beim bundesweit angebotenen Projekt „Wohnen für Hilfe" bieten i. d. R. ältere Menschen Studierenden und Auszubildenden günstigen Wohnraum an. Als Gegenleistung verpflichten sich diese, den Wohnraumanbieter im Alltag zu unterstützen. Die geleisteten Stunden werden als „Mieterlass" angerechnet, wobei zumeist ein Quadratmeter Wohnfläche mit einer Stunde Hilfe im Monat verrechnet wird.

Folgende 3 Modelle sind bekannt geworden:

  • Modell 1: Verrichtung praktischer Alltagshilfen durch den Wohnraumnehmer an den Wohnraumgeber (z. B. Einkaufen, Kochen, Begleitdienste),
  • Modell 2: Verrichtung gemeinnütziger Tätigkeiten durch den Wohnraumnehmer im unmittelbaren Wohnraumumfeld des Wohnraumanbieters,
  • Modell 3: Verrichtung einer gemeinnützigen/ehrenamtlichen Tätigkeit durch den Wohnraumnehmer im Stadtgebiet ohne Zahlung einer Aufwandsentschädigungspauschale.

Beim Modell 1 geht die Finanzverwaltung regelmäßig und bei den Modellen 2 und 3 grundsätzlich von einem ­steuerlichen Arbeitsverhältnis aus. D. h., der Wohnraum­anbieter ist steuerlich Arbeitgeber und der Wohnraumnehmer ist steuerlich Arbeitnehmer. Der Wohnraumanbieter erzielt zudem regelmäßig Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, wobei bei den Modellen 2 und 3 zu prüfen ist, ob überhaupt die steuerlich erforderliche Einkunftserzielungsabsicht gegeben ist.

Ab 2019 ist eine gesetzliche Regelung geplant.

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