Reisekosten Ausland für Unt... / Zusammenfassung
 

Überblick

Der einheitliche Begriff "Auswärtstätigkeit" gilt auch bei Geschäftsreisen ins Ausland. Hintergrund ist, dass alle auswärtigen Tätigkeiten steuerlich gleich behandelt werden. Das betrifft Geschäftsreisen, Tätigkeiten an ständig wechselnden Einsatzstellen und Fahrtätigkeiten. Für die Verpflegungspauschalen gelten (ebenso wie bei den Inlandssätzen) 2 Stufen. Bei einer Abwesenheit von 24 Stunden ist die Verpflegungspauschale mit 120 % der Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz anzusetzen und in den übrigen Fällen mit 80 %. Die Verpflegungspauschalen für die jeweiligen Länder werden durch das BMF im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder festgelegt.

Aufwendungen für Reisen ins Ausland dürfen nur dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn sie betrieblich veranlasst sind. Gemischt veranlasste Reisen werden zeitanteilig in eine betrieblichen und einen privaten Anteil aufgeteilt. Insbesondere bei den Reisekosten hat der BFH das Prinzip "Alles oder Nichts" für ungültig erklärt. Ist eine Reise sowohl betrieblich als auch privat veranlasst, dürfen die Kosten aufgeteilt werden.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Die maßgeblichen steuerrechtlichen Normen sind § 3 Nr. 16 EStG, § 4 Abs. 5 Nrn. 5-6a EStG, § 8 Abs. 2 EStG, § 9 Abs. 1 Nrn. 4-5a EStG, § 9 Abs. 2-4a EStG.

Verwaltungsseitige Erläuterungen finden Sie u. a. in R 9.4-9.8 LStR;, BMF, Schreiben v. 24.10.2014,  IV C 5 – S 2353/14/10002, 2014/0849647 BMF, Schreiben v. 23.12.2014 , IV C 6 – 2145/10/10005:001.

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