Pensionen und sonstige Vers... / 1.5 Versorgungsfreibetrag und Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag

Pensionäre haben auch weiterhin einen Vorteil im Vergleich zu aktiven Arbeitnehmern. Ihr Ruhegehalt zählt zu den steuerbegünstigten Versorgungsbezügen, für die in der Übergangszeit von 2005 bis einschließlich 2039 zum Ausgleich der steuerlich unterschiedlichen Behandlung von Renten und Pensionen ein Versorgungsfreibetrag gewährt wird.

 

Wichtig

Sukzessive Kürzung des Versorgungsfreibetrags

Der Versorgungsfreibetrag wird schrittweise bis zum Jahr 2039 gekürzt. Er verringert sich in den Jahren 2006 bis 2020 in Schritten von 1,6 % und in den Jahren 2021 bis 2039 in Schritten von 0,8 % und beträgt im Jahr 2040 0 % der Versorgungsbezüge. Auch der jährliche Höchstbetrag wird in der Übergangsphase entsprechend abgesenkt. Infolge der schrittweisen Erhöhung des Besteuerungsanteils von Renten verliert der Versorgungsfreibetrag ab 2040 seine Berechtigung.

Bei einem Jahr des Versorgungsbeginns bis 2005 beträgt der jährliche Versorgungsfreibetrag ab 2005 40 % der Versorgungsbezüge, höchstens aber 3.000 EUR. Hinzu kommt seit 2005 ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von zunächst 900 EUR. Damit ergibt sich für Pensionäre, die bis einschließlich 2005 in den Ruhestand gegangen sind, insgesamt ein Freibetrag von 3.900 EUR jährlich. Für Pensionäre, die seit 2006 in den Ruhestand treten, wird auch der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag schrittweise abgeschmolzen. Beamten- und Werkspensionen werden nach Ablauf der Übergangszeit ab 2040 wie Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung voll versteuert.

Der maßgebende Prozentsatz für den steuerfreien Teil der Versorgungsbezüge und der Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrags sowie der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag bestimmen sich seit 2005 nach dem Jahr des Versorgungsbeginns. Im Gegensatz zum Versorgungsfreibetrag selbst ist der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag prinzipiell unabhängig von der Höhe der Versorgungsbezüge. Versorgungsfreibetrag und Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag dürfen nur maximal so hoch sein wie die Versorgungsbezüge. Negative Einkünfte ergeben sich durch Abzug des Versorgungsfreibetrags und des Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag nicht. Der höchstmögliche Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag wird bereits bei einer Pension von 7.500 EUR im Jahr erreicht.

Zur Ermittlung der steuerpflichtigen Versorgungsbezüge ist seit 2005 bis einschließlich 2039 wie folgt zu rechnen:

 
Brutto-Versorgungsbezüge … EUR
./. Versorgungsfreibetrag … EUR
./. Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag … EUR
./. tatsächliche Werbungskosten, mindestens Pauschbetrag von 102 EUR … EUR
Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit … EUR
 

Wichtig

Versorgungsfreibetrag wird für die gesamte Dauer der Pension festgeschrieben

Der für den einzelnen Pensionär nach dem Jahr des Versorgungsbeginns ermittelte Versorgungsfreibetrag samt Zuschlag ändert sich in den Folgejahren nicht, er wird in dieser Höhe für die gesamte Dauer der Pension festgeschrieben. Wer also bis einschließlich 2005 in Pension ging, ist vom Abschmelzen des Versorgungsfreibetrags samt Zuschlag nicht betroffen.

Erhalten beide Ehepartner Versorgungsbezüge, steht der Versorgungsfreibetrag einschließlich Zuschlag jedem gesondert zu, jedoch nur bezogen auf seine eigenen Versorgungsbezüge. Eine Übertragung des nicht ausgeschöpften Höchstbetrags auf den anderen Ehepartner ist nicht möglich.

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