Miet- und Pachtverhältnisse... / 2.2 Miet- und Pachtzinszahlungen
 

Rz. 14

Der Vermieter hat noch nicht erfüllte Mietzinsforderungen zu aktivieren, und zwar unabhängig von Fälligkeit und Abrechnungsperiode, soweit der Mietzins auf die in der Vergangenheit erbrachte Nutzungsüberlassung entfällt. Bei einem Mietverhältnis (Dauerschuldverhältnis) wird der Gewinn aus den Leistungen des Vermieters fortlaufend während der Mietzeit verwirklicht. Die Mieterträge sind jeweils für die Vergangenheit realisiert, unabhängig davon, wann sie abzurechnen sind. Deshalb hat ein gewerblicher Autovermieter die auf die Zeit vor dem Bilanzstichtag entfallende Miete für solche Fahrzeuge zeitanteilig zu aktivieren, die am Bilanzstichtag noch nicht zurückgegeben worden sind. Bei diesen zeitraumbezogenen Leistungen verwirklicht sich der Anspruch auf die Gegenleistung fortlaufend und es sind Forderungen aus Leistungen auszuweisen. Dieser Ausweis des Anspruchs als Forderungen aus zeitraumbezogenen Leistungen verdrängt die Rechnungsabgrenzung.

 

Rz. 15

Der Mieter hat Mietzinsschulden für das abgelaufene Wirtschaftsjahr zu passivieren und Vorauszahlungen für kommende Wirtschaftsjahre zu aktivieren, und zwar nach HGB und Steuerrecht nur als aktiven RAP, nicht als Anschaffungskosten eines Nutzungsrechts. Nach IFRS ist dagegen grundsätzlich das Nutzungsrecht zu aktivieren.

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