Kompaktübersicht: Steuerges... / Unterhaltsleistungen
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
§ 33a Abs. 1 EStG Für Unterhaltsleistungen an Angehörige im Ausland ergeben sich bei der Ländergruppeneinteilung diverse Änderungen für einige Staaten (Berücksichtigung ausländischer Verhältnisse). VZ 2012 Berücksichtigung ausländischer Verhältnisse; Ländergruppeneinteilung ab 2012 BMF, Schreiben vom.4.10.2011, IV C 4 - S 2285/07/0005:005, BStBl 2011 I S. 961
 

Festlegung neuer Regelsätze für den Kindesunterhalt. Der notwendige Selbstbehalt erhöht sich für Erwerbstätige, die für Kinder bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig sind, von 950 auf 1.000 EUR. Für nicht erwerbstätige Unterhaltsverpflichtete steigt der Selbstbehalt auf 800 EUR. Anpassung an die Erhöhung der SGB II-Sätze (Hartz IV) zum 1.1.2013. Der Kindesunterhalt richtet sich dem steuerlichen Kinderfreibetrag. Da der 2013 nicht angehoben wird, steigen auch die Beiträge für den Kindesunterhalt nicht.

Die Selbstbehalte bei Unterhaltspflichten gegenüber Ehegatten, Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes, volljährigen Kinder oder Eltern werden angehoben:
1.1.2013 Düsseldorfer Tabelle OLG Düsseldorf in Abstimmung mit anderen OLG und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e. V. Unterhaltsleitlinien
Unterhaltspflicht gegenüber Selbstbehalt
  bisher 2013
Kindern bis 21, erwerbstätig: 950 1.000
Kindern bis 21 Jahre, nicht erwerbstätig: 770 800
anderen volljährigen Kinder: 1.150 1.200
Ehegatte, Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes: 1.050 1.100
Eltern: 1.500 1.600
§ 33a Abs. 1 EStG Ein angemessenes Hausgrundstück bleibt bei der Ermittlung des eigenen Vermögens im Rahmen von Unterhaltsleistungen unberücksichtigt. Alle noch nicht bestandskräftig veranlagten Einkommensteuerfälle Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz – AmtshilfeRLUmsG) vom 26.6.2013 Verkündet am 29.6.2013 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1819
§ 33a Abs. 1 Satz EStG

Anhebung des Höchstbetrags bei Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person von 8.004 EUR auf 8.130 EUR im Kalenderjahr

Die Anhebung des Höchstbetrags orientiert sich an der Höhe des Grundfreibetrags.
VZ 2013 Gesetz zur Anpassung des Investmentsteuergesetzes und anderer Gesetze an das AIFM-Umsetzungsgesetz (AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz - AIFM-StAnpG vom 18.12.2013 Verkündet am 23.12.2013 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 4318
§ 33a Abs. 1 Satz EStG

Anhebung des Höchstbetrags bei Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person von 8.130 EUR auf 8.354 EUR im Kalenderjahr

Die Anhebung des Höchstbetrags orientiert sich an der Höhe des Grundfreibetrags.
VZ 2014
§ 33a Abs. 1 EStG Für Unterhaltsleistungen an Angehörige im Ausland ergeben sich bei der Ländergruppeneinteilung diverse Änderungen für einige Staaten (Berücksichtigung ausländischer Verhältnisse). VZ 2014 Berücksichtigung ausländischer Verhältnisse; Ländergruppeneinteilung ab 2014 BMF, Schreiben vom 18.11.2013, IV C 4 - S 2285/07/0005 :13
  Anpassung der Regelsätze für den Kindesunterhalt. Hierzu wird der zu belassende Selbstbehalt erhöht und an die erhöhten SGB II-Sätze (Hartz IV) ab 1.1.2015 angepasst. Auch die Selbstbehalte bei Unterhaltspflichten gegenüber Ehegatten, Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes, volljährigen Kinder oder Eltern werden angehoben: 1.1.2015 Düsseldorfer Tabelle Unterhaltsrichtlinien des OLG Düsseldorf in Abstimmung mit anderen OLG und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e. V
Unterhaltspflicht gegenüber Selbstbehalt
  bisher 2015
Kindern bis 21, erwerbstätig: 1.000 1.080
Kindern bis 21 Jahre, nicht erwerbstätig: 800 880
anderen volljährigen Kinder: 1.200 1.300
Ehegatte, Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes: 1.100 1.200
Eltern: 1.600 1.800
Unverändert bleibt hingegen der Kindesunterhalt. Dieser orientiert sich an den steuerlichen Kinderfreibeträgen, welche erst im Laufe von 2015 angepasst werden sollen.
  In Anlehnung an das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags wurden auch die Bedarfssätze unterhaltsberechtigter Kinder ab August 2015 erhöht – sog. Düsseldorfer Tabelle. 1.8.2015 Düsseldorfer Tabelle Unterhaltsrichtlinien des OLG Düsseldorf in Abstimmung mit anderen OLG und der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e. V.
  Unterhaltspflicht gegenüber Mindestunterhalt    
    bisher 1.8.2015    
  Kindern bis 6. Lebensjahr (1. Altersstufe) 317 328    
  Kindern vom 7. bis 12. Lebensjahr (2. Altersstufe) 364 376    
  Kindern vom 13. bis 18. Lebensjahr (3. Alterstufe) 426 440    
  volljährigen Kindern 488 504      
  Zwar wurden die steuerlichen Kinderfreibeträge rückwirkend ab 1.1.2015 erhöht, die Unterhaltssätze steigen jedoch erst ab dem 1.8.2015. ...

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