Kompaktübersicht: Steuerges... / Steueränderungen, JStG 2015
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
diverse §§ im EStG u. a. Steuergesetzen Vielfältige Änderungen quer durch alle Steuergesetze wird das Omnibusgesetz mit dem Namen ZollkodexAnpG bringen; doch auch Steuervereinfachungen bzw. -entlastungen sind enthalten. In Planung sind u.a. folgende Punkte: 1.1.2015 (Grundsatz), tlw. bereits früher, tlw. später. ZollkodexAnpG (= JStG 2015)

Referentenentwurf des BMF vom 26.8.2014 und Kabinettsbeschluss vom 24.9.2014 und Stellungnahme des Bundesrats vom 7.11.2014.

Abschließende Lesung im Bundestag am 4.12.2014 und Zustimmung im Bundesrat am 19.12.2014. Verkündet am 30.12.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2417.
Umsetzung der EU-Verordnung Nr. 952/2013 (Zollkodex) in nationales Recht;
neue Ablaufhemmung für Grundlagenbescheide ressortfremder Behörden;
Anhebung der Gebühren und Auslagen entsprechend den Werten der ZPO;
geänderte Anrechnung ausländischer Steuern bei ESt und KSt;
Verschärfung und tlw. Vereinfachung der pauschalierenden Gewinnermittlung nach § 13a EStG für kleinere land- und forstwirtschaftliche Betriebe;
Anhebung der Freigrenze für Betriebsveranstaltung von 110 EUR auf 150 EUR, verbunden mit inhaltlichen Änderungen;
Lohnsteuerbefreiung für zusätzliche vom Arbeitgeber getragene Servicedienstleistungen bei beruflichem Wiedereinstieg bzw. Familienpflege;
Steuerfreiheit für den INVEST-Zuschuss für Wagniskapital;
Neufassung des Begriffs "Erstausbildung" zum Sonderausgaben- oder Werbungskostenabzug;
Ausschaltung eines Steuersparmodells bei Solvabilitätszahlungen;
Erhöhung der steuerlichen Förderung für Basisaltersrente von 20.000 EUR auf 24.000 EUR;
Teilabzugsverbot zu Aufwendungen für fremdübliche Darlehen und überlassene Wirtschaftsgütern;
Grundsätzliche hälftige Aufteilung gemeinsamer Aufwendungen bei der optionalen Einzelveranlagung von Ehegatten;
Neuformulierung des Begriffs "Geschäftsbeziehungen" i. S. d. AStG;
Umsatzsteuerbefreiung für die Erbringung nichtärztlicher Dialyseleistungen;
Ermächtigung des BMF zu einem sog. Schnellreaktionsmechanismus um Betrugsfällen durch eine schnelle Ausdehnung des Reverse-Charge-Verfahren zu verhindern.
Der zunächst vorgesehene Ausschluss einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei der 95 %-Schwelle des § 1 Abs. 2a GrEStG und die gesetzgeberische Abwehr einer transparenten Betrachtung von Kapitalgesellschaften ist im Kabinettsbeschluss nicht mehr enthalten.
Der Bundesrat hat zahlreiche Änderungswünsche formuliert, insbesondere soll zusätzlich umgesetzt werden:
die Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags,
eine Pauschalierung der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer,
die Erhöhung der Pauschbeträge für behinderte Menschen verbunden mit einer Neuregelung des Einzelnachweises tatsächlicher Kosten,
eine Neuregelung beim Abzug und Nachweis von Pflegekosten,
ebenso eine Neuregelung beim Abzug von Unterhaltsleistungen an Personen mit Wohnsitz in Ländern außerhalb des EU/EWR-Raumes,
die Begrenzung der Steuerfreiheit der Arbeitgeberleistungen zur Kinderbetreuung,
die Senkung der Freigrenze für Sachbezüge in § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG,
ein Sockelbetrag bei der Steuerermäßigung für Handwerkerrechnungen nach § 35a EStG,
Vereinfachungen zum Verlustabzug nach § 15a EStG,
sowie der Wegfall der steuerlichen Ausnahmen für den "Carried Interest".

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