Kompaktübersicht: Steuerges... / Bilanzierung
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
HGB, AktG Kleinstbetrieben in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft oder Personenhandelsgesellschaft ohne voll haftende natürliche Personen (z. B. GmbH & Co KG) unterliegen derzeit umfangreichen Vorgaben für die Rechnungslegung. Während Einzelkaufleute bereits mit BilMoG von der Buchführung und der Pflicht zur Aufstellung von Jahresabschlüssen befreit wurden, standen einer Entlastung der Kleinstkapitalgesellschaften bisher europarechtliche Vorgaben entgegen. Diese wurden zwischenzeitlich durch die Micro-Richtlinie beseitigt und nunmehr können EU-Mitgliedstaaten auch Kapitalgesellschaften, die aufgrund ihrer geringen Größe nicht grenzüberschreitend tätig sind und für die eine Rechnungslegung nach den Vorgaben der EU-Richtlinie mit übermäßigem Aufwand verbunden ist, von einigen genau bezeichneten Anforderungen befreien. Ansonsten bleibt es bei den bisherigen europarechtlichen Rechnungslegungsvorgaben. Geschäftsjahre, deren Abschlussstichtag nach dem 30.12.2012 liegt. Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2012/6/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Änderung der Richtlinie 78/660/EWG des Rates über den Jahresabschluss von Gesellschaften bestimmter Rechtsformen hinsichtlich Kleinstbetrieben (Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz - MicroBilG) vom 20.12.2012 Verkündet am 27.12.2012 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2751
Kleinstkapitalgesellschaften überschreiten an 2 aufeinander folgenden Abschlussstichtagen 2 von 3 Merkmalen - Umsatzerlöse bis 700.000 EUR, Bilanzsumme bis 350.000 EUR sowie durchschnittliche Zahl beschäftigter Arbeitnehmer bis 10 - nicht. Dies sind rund 500.000 deutsche Unternehmen.
Sie können auf die Erstellung eines Anhangs zur Bilanz vollständig verzichten, wenn sie bestimmte Angaben (etwa zu Vorschüssen und Krediten an Mitglieder der Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgane und bei einer AG die Angaben zu eigenen Aktien) unter der Bilanz ausweisen.
Einräumung weiterer Optionen zur Verringerung der Darstellungstiefe im Jahresabschluss - z. B. vereinfachte Gliederungsschemata.
Wahl, ob die Offenlegungspflicht durch Veröffentlichung (Bekanntmachung der Rechnungslegungsunterlagen) oder Hinterlegung der Bilanz erfüllt werden. Zur Sicherung eines einheitlichen Verfahrens wird die elektronische Einreichung der Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers auch für die Hinterlegung vorgeschrieben und dann können bei Hinterlegung Dritte auf Antrag kostenpflichtig eine Kopie der Bilanz erhalten.
  Konkretisierung von Verfahrensregelungen - vor allem zum Ordnungsgeld - im Hinblick auf die Pflicht der Kapitalgesellschaften zur Offenlegung der Jahresabschlüsse.      
  Aktualisierung der zur Ermittlung des korrigierten Wirtschaftswerts benötigten Beziehungswerte auf der Grundlage neuester statistischer Materialien, um für landwirtschaftliche Betriebe, die keine Buchführung oder Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung nach steuerrechtlichen Vorschriften betreiben, ein Arbeitseinkommen aus Land- und Forstwirtschaft ermitteln zu können. 19.10.2012 Verordnung zur Ermittlung des Arbeitseinkommens aus der Land- und Forstwirtschaft für das Jahr 2013 (Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft 2013 - AELV 2013) vom 15.10.2012 Verkündet am 18.10.2012 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2142
§§ 4f, 5 Abs. 7 EStG Neue Regelungen zur bilanzsteuerrechtlichen Behandlung der entgeltlichen Übertragung von Verpflichtungen: Erstmals für Wirtschaftsjahre, die ab dem 29.11.2013 enden (Tag nach Bundestagsbeschluss) Gesetz zur Anpassung des Investmentsteuergesetzes und anderer Gesetze an das AIFM-Umsetzungsgesetz (AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz - AIFM-StAnpG vom 18.12.2013 Verkündet am 23.12.2013 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 4318
Für Schuldübertragungen, Schuldbeitritte und Erfüllungsübernahmen, streckt § 4f EStG Betriebsausgaben, indem die steuerliche Realisierung stiller Lasten auf 15 Jahre verteilt werden. Bei Betriebsveräußerung oder -aufgabe wirkt diese Streckung allerdings nur insoweit, als die durch Aufgabe oder Veräußerung realisierten stillen Lasten die stillen Reserven übersteigen.
Der Übernehmer einer Verpflichtung erhält in der ersten nach der Übernahme aufzustellenden Bilanz Ansatzverbote, -beschränkungen und Bewertungsvorbehalte im neuen § 5 Abs. 7 EStG. Das sind die Vorgaben, die auch für den ursprünglich Verpflichteten entsprechend gelten würden. Damit kommt es beim Übernehmenden in der ersten Bilanz zu einer Besteuerung eines Erwerbsgewinns, wobei hier ebenfalls eine Streckung über 15 Jahre vorzunehmen ist. Die ursprüngliche Verpflichtung unterliegt beim Übernehmer weiterhin den entsprechenden Ansatz- und Bewertungsvorschriften.
HGB u. a.

Bereits am 26.6.2013 hat das EU-Parlament und der Rat die sog. Bilanzrichtlinie (Richtlinie 2013/34/EU) verabschiedet, welche die Mitgliedstaaten bis zum 20.7.2015 in nationales Recht umsetzen müssen. Dazu hat liegt nun ein Entwurf der Bundsregierung fü...

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