Kompaktübersicht: Steuerges... / Lohnsteuer-Richtlinien 2015
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
  Enthalten sind insbesondere Anpassungen an Änderungen des EStG sowie Reaktionen auf die Rechtsprechung des BFH. Zu nennen sind insbesondere: Lohnzahlungszeiträume ab 2015 bzw. für nach dem 31.12.2014 zufließende sonstige Bezüge Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Änderung der Lohnsteuer-Richtlinien 2013 (Lohnsteuer-Änderungsrichtlinien 2015 - LStÄR 2015 -) Entwurf des BMF vom 24.4.2014 und Beschluss im Bundeskabinett am13.8.2014, Zustimmung durch den Bundesrat am 10.10.2014. Veröffentlicht in BStBl 2014 I S. 1344.
die Freigrenze für lohnsteuerfreie Sachzuwendungen (Aufmerksamkeiten) soll von 40 EUR auf 60 EUR angehoben werden;
auch für Arbeitsessen bei außergewöhnlichem Arbeitseinsatz ist eine Anhebung der Freigrenze von 40 EUR auf 60 EUR vorgesehen;
Mahlzeiten auf Dienstreisen werden hingegen nur bis zur Höhe der Verpflegungspauschalen steuerfrei gestellt; eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 13 oder Nr. 16 EStG ist ausgeschlossen.
Klarstellend wird eine Umwandlung von Auslagenersatz oder durchlaufenden Geldern in steuerfreie oder pauschal besteuerte Gehaltsbestandteile ausgeschlossen;
enthalten sind neue Regelungen zu Unfallkosten oder einer Fahrergestellung beim geldwerten Vorteil aus privater Pkw-Nutzung, ebenso zur pauschalen Besteuerung von Erholungsbeihilfen;
bei Betriebsveranstaltungen soll künftig Sachgeschenke bis 60 EUR (bisher: 40 EUR) in die Freigrenze mit 110 EUR mit einbezogen werden; hingegen wird die neue Rechtsprechung des BFH zu den Kosten für den äußeren Rahmen bzw. Einbezug von Ehegatten noch nicht erwähnt;
ein Arbeitgeberzuschuss für den Kindergarten kann bisher für Kinder mit bis zum 01.07. vollendeten 6. Lebensjahr steuerfrei bleiben. Diese Altersgrenze wird zu Gunsten der Einschulung gestrichen;
bei einem Wechsel zwischen Haupt- und Nebenarbeitgeber innerhalb eines Monats ist die Zuordnung am Monatsende für den Steuerabzug maßgebend.
Die weiteren Änderungen sind redaktionell, insbesondere die Anpassungen an das neue Reisekostenrecht, die erste Tätigkeitsstätte und an die Lohnsteuerabzugsmerkmale anstelle der LSt-Karte. Neu ist eine Definition der "öffentlichen Kassen".
Als redaktionelle Änderung gilt auch die bereits bisher geltende Verwaltungsauffassung, wonach der 4 %ige Abschlag bei der Bewertung von Sachbezügen nicht vorzunehmen ist, wenn bereits der günstigste Marktpreis angesetzt wird, ein Sachbezug in Form einer zweckgebundenen Geldleistung erfolgt oder ein Warengutschein mit Betragsangabe überreicht wird.

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