Körperschaftsteuererklärung... / 8.13 Zeile 35

Durch den Abzug darf das steuerliche Einlagekonto nicht negativ werden. Da der Auskehrungsbetrag in Zeile 29 in das steuerliche Einlagekonto eingestellt wurde, kann sich ein negativer Betrag nur ergeben, wenn das steuerliche Einlagekonto vor Berücksichtigung der Kapitalherabsetzung bereits negativ war. Nach § 27 Abs. 1 Satz 4, Abs. 6 KStG kann dies nur durch die Verrechnung von Mehrabführungen als Folgewirkungen von Geschäftsvorfällen aus vororganschaftlicher Zeit geschehen sein. Da das steuerliche Einlagekonto durch den Abzug in Zeile 31 nicht negativ werden darf, bedeutet dies, dass der Negativbetrag durch die Kapitalherabsetzung ausgeglichen wird. Da dann Auskehrungen (von Nennkapital) an die Anteilseigner erfolgt sind, die nicht aus dem steuerlichen Einlagekonto finanziert werden konnten, liegen insoweit nach § 20 Abs. 1 Nr. 2 EStG steuerpflichtige Einkünfte bei den Anteilseignern vor. Sie unterliegen bei der Körperschaft der Kapitalertragsteuer. Dieser steuerpflichtige Betrag erscheint in der Vorspalte der Zeile 35.

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