Körperschaftsteuererklärung... / 4.24 Zeile 49

In dieser Zeile sind bestimmte verdeckte Einlagen dem Einkommen hinzuzurechnen, die abweichend vom allgemeinen Grundsatz den steuerpflichtigen Gewinn nicht mindern dürfen, also im Ergebnis besteuert werden.

Nach § 8 Abs. 3 Satz 3 KStG erhöhen verdeckte Einlagen das Einkommen nicht; dies entspricht den allgemeinen Regeln, wonach Einlagen nicht steuerbar sind. Verdeckte Einlagen müssen jedoch nach Satz 4 das Einkommen erhöhen, wenn sie bei dem Gesellschafter das Einkommen gemindert haben. Damit soll eine doppelte Begünstigung ausgeschlossen werden, die darin besteht, dass der Gesellschafter die Leistung von seinem Einkommen abzieht, die Kapitalgesellschaft die erhaltene Vermögensmehrung aber als Einlage nicht zu versteuern braucht. Solche Fälle können vorliegen, wenn bei dem Gesellschafter die Qualifikation als Einlage nicht erkannt wurde und seine Steuerfestsetzung nicht mehr geändert werden kann. Kann die Steuerfestsetzung gegen den Gesellschafter geändert werden, ermöglicht § 32a Abs. 2 KStG eine korrespondierende Änderung der Steuerfestsetzung gegenüber der Körperschaft. In diesem Fall erfolgt keine Eintragung in Zeile 49.

Eine Eintragung in Zeile 49 hat auch dann zu erfolgen, wenn die Leistung bei einem ausländischen Gesellschafter nach ausländischem Recht nicht (wohl aber nach deutschem Recht) als Einlage zu qualifizieren ist.

Die Hinzurechnung in Zeile 49 hat nur zu erfolgen, wenn die Einlage nicht erfolgswirksam gebucht worden ist, also z. B. unmittelbar in Rücklagen eingestellt wurde. Wurde die verdeckte Einlage erfolgswirksam gebucht, ist keine Korrektur erforderlich, da die Einlage dann bereits im Gewinn enthalten ist und das Einkommen erhöht hat.

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