Internationales Steuerrecht... / 11 Nationale Vorschriften mit Auslandsbezug

11.1 Negative ausländische Einkünfte/Auslandsverluste

§ 2a EStG schränkt für bestimmte negative Einkünfte aus ausländischen Quellen den Verlustausgleich und den Verlustabzug ein. Hiervon ausgenommen sind nach § 2a Abs. 2 EStG negative Einkünfte aus einer aktiven gewerblichen Betriebsstätte im Ausland sowie bestimmte negative Einkünfte/Gewinnminderungen aus Anteilen an einer aktiven gewerblichen ausländischen Körperschaft. Unerheblich ist, aus welchen Gründen die Verluste im Ausland entstanden sind. Bei Verlusten, die in § 2a Abs. 1 EStG nicht ausdrücklich genannt sind, z. B. aus selbstständiger Tätigkeit, ist ein Verlustausgleich mit allen inländischen Einkünften möglich. Im Verhältnis zu EU-Staaten ist § 2a EStG nicht mehr anwendbar.

Nach der sog. Symmetriethese sind auch gewerbliche Verluste aus ausländischen Betriebsstätten in DBA-Staaten grundsätzlich nicht abzugsfähig, da der andere Staat auch nur die Gewinne besteuern darf. Aus europarechtlichen Gründen müssen aber endgültige, finale Verluste im Inland berücksichtigt werden.

11.2 Steueranrechnung

Zur Anwendung des § 34c EStG vgl. Tz. 7.2.

11.3 Progressionsvorbehalt für ausländische, steuerfreie Einkünfte

Die deutschen DBA ermöglichen grundsätzlich für steuerfreie ausländische Einkünfte die Anwendung des Progressionsvorbehalts. Die "Rechenschritte" ergeben sich hierbau aus § 32 b EStG. Hierbei werden die Einkünfte in einer Nebenrechnung nur für Ermittlung des "Welteinkommenssteuersatzes" einbezogen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge