Internationales Steuerrecht... / 3.2.11 Anhängige weitere EuGH-Verfahren

Beim EuGH sind noch die beiden Rechtssachen C-607/17 (Memira Holding) C-608/17 (Holmen) anhängig. Hierbei stellt sich nicht nur die Frage der Berücksichtigung finaler Verluste im Wohnsitzstaat dem Grunde nach, sondern auch die Frage des Umfangs der Abzugsfähigkeit (Letztjahr oder die gesamten aufgelaufenen Verluste mit/ohne Kürzung früherer Gewinnjahre). Hierzu ist festzuhalten, dass die deutsche Generalanwältin in beiden Verfahren am 10.1.2019 ihre Schlussanträge vorgelegt hat. Darin vertritt sie die Auffassung, wonach gemäß dem EuGH-Urteil in der Rechtssache C-172/13 (Kommission/Vereinigtes Königreich) Gegenstand einer Verrechnung sog. endgültiger Verluste nicht der gesamte Verlustvortrag ist.

 

Hinweis

Empfehlung

Angesichts der vielfältigen offenen Fragen bleibt dem Steuerberater nur die Möglichkeit, entsprechende Verlustjahre "offen" zu halten. Eine detaillierte Ermittlung eines evtl. abzugsfähigen Betrags (nach deutschem Steuerrecht) sollte aus Kostengründen unterbleiben, bis deren Umfang (die Ermittlungsgrundsätze) auch von der Rechtsprechung geklärt ist.

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