Integration von Accounting ... / 3.5 Parallele Wertansätze im transaktionalen Datenmodell (Konzernherstellkosten)

Die zunehmende Globalisierung der Wertschöpfung in multinationalen Konzernen durch Outsourcing von Produktionsstufen oder globale Vertriebs- und Zuliefernetzwerke stellen die Unternehmenssteuerung sowie das externe Konzernrechnungswesen vor Herausforderungen, die bis dato nur über separate Systeme und Programmierungen außerhalb des transaktionalen ERP-Datenmodells gelöst werden konnten.

Abb. 3: Zunehmende Kostenintransparenz in einem gesellschaftsübergreifenden Wertschöpfungsprozess

Wird ein selbst erstelltes Zwischenprodukt einer Konzerngesellschaft A an die Konzerngesellschaft B der nächsten Fertigungsstufe geliefert, muss der Verrechnungspreis (Transferpreis) des Materials einen Gewinnaufschlag, z. B. mittels der Kostenaufschlagsmethode "Cost Plus", beinhalten. Aus legaler Sicht des Konzernunternehmens B wird das Material bilanziell zum Transferpreis als fremdbezogenes Material ausgewiesen. Die Transparenz über die margenfreien Konzernherstellkosten sowie deren Kostenschichtung geht dabei oftmals verloren. Die Komplexität zur Erhaltung der konsolidierten Kostentransparenz steigt mit der Anzahl der in der Lieferkette involvierten Legaleinheiten und verwendeten ERP-Systeme.

Das transaktionale Datenmodell unter S/4HANA bietet nun die Chance mehrere Wertansätze parallel im Buchungsstoff mitzuführen. Warenbewegungen zwischen verbundenen Unternehmen können somit mit (Legale Sicht) und ohne (Konzernsicht) Zwischengewinne auf Basis desselben Buchungsbelegs dargestellt werden.

Für die Konzernsteuerung bedeutet dies ein Paradigmenwechsel, da somit auf Basis des transaktionalen Buchungsstoffs auf Ebene der einzelnen Materialien eine margenfreie Markt-, Kunden- und Produktprofitabilitätssteuerung konzernübergreifend zum Vorgangszeitpunkt ermöglicht wird. Darüber hinaus kann die margenfreie Bestandssicht ebenfalls im Zuge der internen und externen Konsolidierung als Basis zur Zwischenergebniseliminierung von Konzernbeständen herangezogen werden.

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