Innergemeinschaftliche Lief... / 4 Wichtig: Es müssen alle – auch formellen – Anforderungen eingehalten werden

Die Voraussetzungen für eine umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung müssen beleg- und buchmäßig nachgewiesen werden. Mit Wirkung vom 1.10.2013 ist der Belegnachweis für innergemeinschaftliche Lieferungen neu geregelt worden (11. Verordnung zur Änderung der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung). Wenn die formellen Voraussetzungen (Buch- und Belegnachweis) nicht eingehalten werden, entfällt die Umsatzsteuerfreiheit, selbst wenn feststeht, dass es sich um eine innergemeinschaftliche Lieferung handelt.

Um die Umsatzsteuerfreiheit gegenüber dem Finanzamt durchzusetzen zu können, muss der deutsche Unternehmer die Unternehmereigenschaft des Empfängers und darüber hinaus die Voraussetzungen gemäß §§ 17a ff. UStDV buchmäßig nachweisen. Allein wegen des fehlenden oder mangelhaften Buchnachweises kann die Finanzverwaltung die Steuerfreiheit ablehnen.

 

Kontierungs-Praxis-Tipp: Die Betriebsprüfung nimmt innergemeinschaftliche Sachverhalte ins Visier

Aus den Umsatzsteuer-Voranmeldungen und der Umsatzsteuer-Jahreserklärung kann das Finanzamt erkennen, ob der Unternehmer innergemeinschaftliche Lieferungen und/oder Erwerbe ausgeführt hat. Je nach Umfang dieser Umsätze muss der Unternehmer damit rechnen, dass sich das Finanzamt bei ihm meldet, um eine Betriebsprüfung, zumindest eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung durchzuführen.

Der Unternehmer sollte deshalb alle Formalien beachten, weil er ansonsten für den steuerfreien Umsatz Umsatzsteuer zahlen müsste. Diese Umsatzsteuer zahlt der Unternehmer aus der eigenen Tasche, weil er sich diese nicht von seinen Kunden zurückholen kann. Die Lieferung ins EU-Ausland kann dann für den Unternehmer ein Verlustgeschäft werden.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.



Meistgelesene beiträge