Informationsaustausch über Finanzkonten

Kurzbeschreibung

Um die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung zu bekämpfen, haben Deutschland und weitere Staaten die sog. Mehrseitige Vereinbarung zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten unterzeichnet. Damit verpflichten sich die Vertragsparteien die Informationen über Finanzkonten regelmäßig zu erheben und dem anderen Vertragsstaat automatisch zu übermitteln. Die Übersicht zeigt, welche Staaten Informationen austauschen und in welchem Jahr erstmals Meldungen erfolgen (Quelle: OECD).

Vorbemerkung

Zur wirksamen Bekämpfung der grenzüberschreitenden Steuerhinterziehung und zur Förderung der Steuerehrlichkeit ist es nach Meinung des Gesetzgebers erforderlich, die Zusammenarbeit zu intensivieren, insbesondere durch den Ausbau des automatischen Informationsaustauschs über Finanzkonten als wirksames Instrument der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten.

Folgende Informationen werden zwischen den Staaten ausgetauscht:

  • persönliche Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum/-ort, Steueridentifikationsnummer),
  • Kontonummer, Jahresendsalden der Finanzkonten sowie
  • gutgeschriebene Kapitalerträge (inkl. Einlösungs- und Veräußerungspreisen).

Damit ist der Informationsaustausch wesentlich umfassender als nach der EU-Zinsrichtlinie. Es werden somit nicht mehr "nur" Zinsen mitgeteilt, sondern alle Kapitalerträge inkl. Veräußerungsgewinne. Darüber hinaus erhalten die Finanzbehörden auch Kenntnis über die Jahresendsalden ausländischer Finanzkonten.

Informationsaustausch über Finanzkonten

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