GmbH, Kapitalherabsetzung / 4 Durch Kapitalherabsetzung frei werdender Betrag kann in die Kapitalrücklage eingestellt werden

Wenn der durch die Kapitalherabsetzung frei werdende Betrag in eine Kapitalrücklage eingestellt werden soll, ergibt sich bei der GmbH keine Vermögensminderung. Das Eigenkapital – dieses darf nicht verwechselt werden mit dem Stammkapital – bleibt unverändert.

Die Rücklage kann zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags, aber auch zugunsten des Bilanzgewinns aufgelöst und für eine Ausschüttung verwendet werden.

 

Praxis-Tipp

Keine Kapitalbindung

Der Herabsetzungsbetrag fällt nicht unter die Kapitalbindung des § 30 GmbH-Gesetzes. Nach dieser Vorschrift darf das zur Erhaltung des Stammkapitals der GmbH erforderliche Vermögen nicht an die Gesellschafter ausgezahlt werden.

 

Praxis-Beispiel

Einstellung in die Kapitalrücklage

Die Gesellschafterversammlung der X-GmbH beschließt eine Kapitalherabsetzung von 100.000 EUR auf 50.000 EUR. Der Herabsetzungsbetrag soll in eine Kapitalrücklage eingestellt werden.

Buchungsvorschlag:

 

Konto

SKR 03 Soll
Kontenbezeichnung Betrag

Konto

SKR 03 Haben
Kontenbezeichnung Betrag
0800 Gezeichnetes Kapital 50.000 0840 Kapitalrücklage 50.000
 

Konto

SKR 04 Soll
Kontenbezeichnung Betrag

Konto

SKR 04 Haben
Kontenbezeichnung Betrag
2900 Gezeichnetes Kapital 50.000 2920 Kapitalrücklage 50.000

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