Gewinn- und Verlustrechnung... / 3.2.5 Anpassung der Gliederung und der Bezeichnungen
 

Rz. 40

Das Regelschema ist auf den Normalfall eines Industrie- und Handelsunternehmens zugeschnitten. Es besteht grundsätzlicher Zwang zur Beachtung der gesetzlichen Reihenfolge und zum gesonderten Postenausweis (§ 275 Abs. 1 Satz 2 HGB). Soweit es jedoch die geschäftszweigbedingten und sonstigen Besonderheiten eines Unternehmens (z. B. des Baugewerbes, der Energieversorgung, der Urproduktion, des Speditions-, Leasinggewerbes oder des Dienstleistungssektors) aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit erforderlich machen, müssen die Gliederung und die Bezeichnungen der mit arabischen Ziffern versehenen GuV-Posten entsprechend geändert werden (§ 265 Abs. 6 HGB). Ein Weglassen von Teilen der gesetzlichen Bezeichnung ist wohl auch dann zulässig, wenn im besonderen Fall eines Unternehmens der Posteninhalt nicht von der auf verschiedene Inhalte hinweisenden Postenbezeichnung gedeckt ist. Damit soll eine unternehmensspezifische Aussagekraft der GuV-Rechnung erreicht werden. Für Fälle grundlegender geschäftszweigbedingter Abweichungen sind allerdings besondere Formblätter vorgeschrieben (§ 330 HGB).

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