Gemeiner Wert / 3.1.5 Einlage von Grundstücken

Werden Grundstücke innerhalb von 10 Jahren nach der Anschaffung oder Herstellung veräußert, unterliegt der Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer. Auch die Einlage eines Grundstücks in ein Betriebsvermögen gilt als Veräußerung, sofern diese innerhalb des 10-Jahreszeitraums seit Anschaffung erfolgt. Wird die Einlage in eine Kapitalgesellschaft geleistet, ist sie mit dem gemeinen Wert anzusetzen.

 

Praxis-Beispiel

Verdeckte Einlage

Y ist Alleingesellschafter der Y-GmbH. Im Sommer 04 überträgt er sein bisher im Privatvermögen gehaltenes Mietwohngrundstück (Baujahr 01) für 100.000 EUR (= Restbuchwert lt. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) an die XY-GmbH. Auf dem freien Markt hätte Y nur für das Gebäude 300.000 EUR (ohne Grund und Boden) erzielen können.

Es liegt eine verdeckte Einlage vor, die mit 300.000 EUR zu bewerten ist. Y muss im Privatvermögen einen Spekulationsgewinn i. H. v. 200.000 EUR (300.000 EUR – 100.000 EUR) versteuern. Die Abschreibungen in der GmbH sind auf Grundlage von 300.000 EUR (Gebäudewert abzüglich Grund und Boden) zu bemessen.

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