Erbfall und vorweggenommene... / 3.4.3 Übernahme von Schulden über die Erbquote hinaus
 

Rz. 25

Eine Übernahme von Schulden über die Erbquote hinaus führt nicht zu Anschaffungskosten. Deshalb entsteht auch kein Veräußerungserlös, soweit ein Miterbe Verbindlichkeiten über die Erbquote hinaus übernimmt.

 

Praxis-Beispiel

S und T sind Miterben zu je ½. Zum Nachlass (3,6 Mio. EUR) gehört ein aus 2 Teilbetrieben bestehender Gewerbebetrieb. Teilbetriebsvermögen 1 hat einen Wert von 2 Mio. EUR und einen Buchwert von 200.000 EUR. Teilbetriebsvermögen 2 hat einen Wert von 1,6 Mio. EUR und einen Buchwert von 160.000 EUR. Im Wege der Erbauseinandersetzung erhält S das Teilvermögen 1 und T das Teilvermögen 2. Außerdem stellt S den T von Betriebsschulden i. H. v. 200.000 EUR, die zum Teilbetriebsvermögen 2 gehören, frei, also übernimmt S zum gesamthänderisch gebundenen Nachlass gehörende Verbindlichkeiten i. H. v. 200.000 EUR.

S erhält wertgemäß nur 1,8 Mio. EUR und braucht an T keine Abfindung zu zahlen. Es liegt keine entgeltliche Teilung vor.

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