End-to-End M&A-Prozessdesig... / 2.5 Digitalisierung von M&A-Projektmanagement bzw. Governance

Der Anspruch eines digitalen End-to-End M&A-Prozesses lässt sich nur über die Ausschöpfung der Digitalisierungspotenziale im Projektmanagement und -monitoring über alle drei primären Wertschöpfungsstufen des M&A-Prozesses hinweg erzielen. Hier werden aufgrund der Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten nur selektiv einzelne Ansätze betrachtet:

  • Cloud-basierte M&A-Prozessmanagement Landkarten visualisieren die gesamte M&A-Projektpipeline bereits ab der M&A-Strategiephase, inklusive der (Zustimmungs-)Stufen. Daneben bieten Sie ein Realtime-Projektreporting. Letzteres erlaubt die automatisierte Zuordnung von Projektaufgaben und Verantwortlichkeiten bzw. Zugangsrechten einzelner Teammitglieder und sichert damit eine professionelle M&A-Projekt-Governance ab.
  • Die Dokumentation ebenfalls Cloud-basierter Best-Practice-Ansätze, digitale Schulung von Projektteilnehmern und Learning-Loops aus eigenen M&A-Projekten dient der Professionalisierung der Inhouse-M&A-Teams. Ein Forschungsprojekt analysiert aktuell wie das Insourcing von Best-Practice-Datenbanken und Business Cases für ein spezifisches M&A-Projekt punktgenau Optimierungspotenziale bieten. Z. B. stellen Informationen über vergangene Projekte und Best Practices eine ideale Datenbasis für Machine-Learning-Algorithmen da, die in einem konkreten Projekt Vorschläge für das weitere Vorgehen skizzieren können.
  • Insbesondere für die Due Diligence und die PMI führen digitalisierte Best-Practice-Templates und Checklisten, eine digitalisierte Projektführung und ein zentrales Datenmanagement zu einer professionellen und effizienten Projektsteuerung, die auch einem hohen Zeitdruck standhält und alle Stakeholder einbindet.
  • Die Digitalisierung eines End-to-End M&A-Prozesses vermeidet zugleich den oftmals vorhandenen Bruch zwischen Due Diligence und PMI. In der PMI selbst ermöglicht die Digitalisierung einen "Quantensprung" in der Projektführung durch:

    • die digitalisierte und konsistente Abbildung der PMI-Gesamtprojektstruktur, der einzelnen PMI Workstreams, der PMI Teams und der Task Assignments
    • die Abbildung cross-funktionaler Abhängigkeiten und Zusammenhänge
    • das digitale, transparente Status-Tracking und Reporting (Härtegradsystematik) sowie
    • ein frühzeitiges, automatisiertes Risikoreporting bzw. Risikovorhersage.

Eine weitere, sehr neue und aus der Business Model Innovation stammende Idee sind "double-sided B2B M&A-Consulting-Plattformen". Diese ermöglichen auf der einen Seite den Unternehmen die Auswahl des besten Beraters für die spezifischen Anforderungen des verfolgten M&A-Projekts, auf der anderen Seite bieten diese den Strategie- und Transaktionsberatern, sowie Investmentbanken eine Plattform, um ihre Beratungskompetenzen, Serviceportfolios und Referenzen(-projekte) professionell – d. h. digitalisiert, standardisiert und transparent – darstellen zu können. Ziel ist es, wie bei allen Plattform-Strategien, ein perfektes Matching, zu generieren. Die Plattform bietet dabei die Auswahl des "passenden Beraters" auf der Basis von objektivierten Kompetenzen bzw. abgewickelten "real world" Kundenreferenzprojekten und in Bezug auf Qualität und Kosten.

Im Falle von revolvierenden M&A-Vorhaben empfiehlt es sich zusätzlich Online M&A-Kompetenzmanagement- und Lernplattformen mit den entsprechenden digitalen Werkzeugen über alle Prozessstufen hinweg zur Verfügung zu stellen. Digitalisierte Lessons-Learned und Best-Practice Ansätzeerlauben eine Skalierung des internen M&A-Know-how.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge