Einnahmen-Überschussrechnun... / 1.2 Variante 2: Im 2. Geschäftsjahr liegen folgende Zahlen vor:
 
+ Privatentnahmen laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 9) 20.000 EUR
Privateinlagen laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 11) 5.000 EUR
Gewinn laufendes Jahr (Anlage SZE – Zeile 10) –20.000 EUR
= Private Unterentnahme laufendes Jahr (Anlage SZE Zeile 12 und Übertrag in Zeile 15) – 5.000 EUR
+ Private Überentnahme Vorjahr (Anlage SZE – Zeile 14) 10.000 EUR

Der maßgebliche Gewinn wird zunächst in den Zeilen 4 – 7 ermittelt und dann in die Zeile 8 eingetragen. Der positive Betrag muss in die Zeile 10 übernommen werden. Da das Ergebnis in Zeile 12 negativ ist, also eine Unterentnahme vorliegt, ist dieser Wert in die Zeile 15 zu übertragen.

Obwohl es im aktuellen Jahr zu Unterentnahmen kommt, d. h. Gewinn und Privateinlagen waren höher als die Privatentnahmen, ist die Berechnung nicht zu Ende. Es müssen die Werte der Vorjahre angegeben werden.

In diesem Fall lagen im Vorjahr Überentnahmen vor, diese sind in Zeile 14 einzutragen.

Die Überentnahme des Vorjahres wird gemindert um die Unterentnahme des laufenden Jahres (Zeile 15).

Es verbleibt eine Überentnahme von 5.000 EUR, die in der Zeile 20 zu erfassen ist.

In der Zeile 21 erfolgt nun folgende Nebenrechnung:

 
Überentnahmen 5.000 EUR  
× 6 % (nicht abzugsfähige Zinsen) 300 EUR  

In den Zeilen 21 und 25 erfolgt die Günstigerprüfung der Bagatellgrenze.

In diesem Fall betragen die "nicht abzugsfähigen Zinsen" nur 300 EUR statt 950 EUR. Der niedrigere Wert aus den Zeilen 21 und 25, (300 EUR), wird in die Zeile 26 übernommen. In der Anlage EÜR werden diese 300 EUR in der Zeile 83 eingetragen und erhöhen den steuerlichen Gewinn.

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