Ehegattenarbeitsvertrag / 3.3 Vorteile von Ehegattenarbeitsverhältnissen

Der Abschluss eines Ehegattenarbeitsverhältnisses geschieht in aller Regel vor allem auch wegen der damit erzielbaren Steuerspareffekte.

  • Solche Vorteile ergeben sich auch dann, wenn die Ehegatten steuerlich zusammen veranlagt werden – entweder aufgrund des niedrigen lohnsteuerlichen Pauschalsteuersatzes bei geringfügigen Beschäftigungen oder/und wegen der besonderen Lohnsteuerprivilegien (Steuerbefreiungen und Ermäßigungen), die der Ehegatte aufgrund seines Status als Arbeitnehmer genießt.
  • Lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Arbeitgeber-Zusatzleistungen wirken sich insbesondere auch bei mitarbeitenden Ehegatten positiv aus, die nur geringfügig beschäftigt sind. Denn Ehegatten mit pauschal besteuerten Bezügen kommen wie jeder vollwertige Arbeitnehmer ebenfalls in den Genuss sämtlicher Lohnsteuerprivilegien. Zum anderen können attraktive und steuerfreie Arbeitgeberzusatzleistungen dabei helfen, dass bestimmte Grenzwerte wie z. B. die 450-EUR-Grenze für Teilzeitbeschäftigte gewahrt bleiben.
  • Arbeitnehmer-Privilegien gibt es auch in Form von Steuerermäßigungen und Steuervergünstigungen, so etwa bei Entlassungsabfindungen, die allerdings angemessen – also nicht zu hoch – sein dürfen.
 

Hinweis

Entlassungsabfindung: Angemessenheit

Bei Entlassungsabfindungen gilt folgende Faustformel für die Angemessenheitskontrolle: Für jedes Beschäftigungsjahr des Ehegatten kann ein Monatsgehalt angesetzt werden. Als außerordentliche Einkünfte unterliegt die Abfindung der ermäßigten Besteuerung.

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