Darlehen / 5 Verlust oder Erlass eines Darlehens

Eine Bank wird dem Unternehmer die Verbindlichkeit üblicherweise nicht erlassen.

Anders bei Darlehen, die Unternehmer an Dritte gewähren: Kann der Dritte die Zinsen nicht mehr bezahlen, haben Unternehmer insoweit einfach keine Betriebseinnahmen mehr.

Bleiben jedoch auch die Tilgungsleistungen dauerhaft aus, erleiden Unternehmer einen Darlehensverlust. Damit das Finanzamt den Verlust als Betriebsausgabe berücksichtigt, muss das Darlehen ausschließlich der betrieblichen Sphäre zugeordnet sein.

Für die Berücksichtigung des Verlusts als Betriebsausgabe ist wichtig, wann und in welcher Höhe die Mittel endgültig verloren gegangen sind (Nachweise!).

Erlassen Unternehmer ihrem Geschäftspartner ein Darlehen aus betrieblichen Gründen, müssen sie dem Finanzamt die Gründe nachweisen können. Auch im Fall einer Betriebsprüfung sollte man diese Unterlagen parat haben. Spielen private Gründe eine Rolle für den Darlehenserlass, können keine Betriebsausgaben gebucht werden. Evtl. fällt beim Darlehensnehmer sogar Schenkungsteuer an, für die der Darlehensgeber haftet.

Verliert der GmbH-Gesellschafter sein Darlehen, z. B. wegen Insolvenz der GmbH, führt dies u. U. zu nachträglichen Anschaffungskosten (siehe aber Tz. 1.3.).

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