Bilanz Check-up 2019: Übers... / 4.3 IDW RS HFA 7 n. F.: Handelsrechtliche Rechnungslegung bei Personenhandelsgesellschaften (Stand: 30.11.2017)
  • Die zentrale Änderung der Neufassung liegt in der bilanziellen Abbildung des folgenden Vorgangs: Ein Gesellschafter scheidet aus einer Personengesellschaft aus und erhält eine (Bar-)Abfindung, die über dem Buchwert seines Kapitalanteils liegt. Bisher wurde allein die sog. Aufstockungslösung als zulässig erachtet. Hierbei werden die anteilig auf den ausscheidenden Gesellschafter entfallenden und i. R. d. Abfindung vergüteten stillen Reserven bei den Vermögensgegenständen aktiviert, die stille Reserven enthalten. Diese Vorgehensweise ist auch nach der Neufassung von IDW RS HFA 7 zulässig. Fortan wird aber die Verrechnung eines positiven Differenzbetrags zwischen der Abfindung und dem Buchwert des Kapitalanteils mit dem verbleibenden Eigenkapital der Personenhandelsgesellschaft bevorzugt (sog. Verrechnungsmethode).
  • Weitere Anpassungen beziehen sich auf das HGB in der Fassung des BilRUG und das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften.
  • Im Vergleich zum Entwurf der Stellungnahme gab es nur kleinere Änderungen, so z. B. die Klarstellung, dass anders als die Anhangangaben nach § 285 Nr. 28 HGB der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB auch von Personenhandelsgesellschaften im Anhang oder unter der Bilanz anzugeben ist (§ 253 Abs. 6 Satz 3 HGB).
  • Die Neufassung gilt für die Aufstellung von Abschlüssen für Zeiträume, die nach dem 31.12.2018 (im Entwurf noch: 31.12.2017) beginnen.

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