Bilanz Check-up 2019: Übers... / 4 (Entwürfe) IDW Stellungnahmen zur Rechnungslegung (IDW ERS/RS)

4.1 IDW RS BFA 3 n. F.: Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuch) (Stand: 16.10.2017)

  • Die überarbeitete IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung hat u. a. zum Ziel, die im Bankenfachausschuss beschlossenen Änderungen in die Stellungnahme zu integrieren.
  • Damit sollen die in der praktischen Anwendung im Wesentlichen unstrittigen Auffassungen (z. B. Berücksichtigung von Risikokosten, Behandlung von Passivüberhängen, Einbeziehung von Hybridkapital) an einheitlicher Stelle wiedergegeben werden. Darüber hinaus erfolgten redaktionelle Änderungen.
  • Auf Wunsch der Bankenaufsicht (BaFin) enthält die Stellungnahme zudem Klarstellungen bei der Behandlung von langlaufenden Zinsswaps sowie einen erläuternden Abschnitt zur "Änderung der Zuordnung zum Bankbuch".
  • Die neugefasste Verlautbarung ist erstmals für Berichtszeiträume anzuwenden, die nach dem 31.12.2017 beginnen.

4.2 IDW RS HFA 2: Einzelfragen zur Anwendung von IFRS (Stand: 29.6.2018)

  • In IDW RS HFA 2 sind die Ausführungen zur Qualifikation von finanziellen Vermögenswerten als Planvermögen i. S. v. IAS 19, die Bezug auf die Neuregelungen von IFRS 9 nehmen, präziser formuliert worden.
  • Darüber hinaus wurden geringfügige redaktionelle Änderungen vorgenommen.

4.3 IDW RS HFA 7 n. F.: Handelsrechtliche Rechnungslegung bei Personenhandelsgesellschaften (Stand: 30.11.2017)

  • Die zentrale Änderung der Neufassung liegt in der bilanziellen Abbildung des folgenden Vorgangs: Ein Gesellschafter scheidet aus einer Personengesellschaft aus und erhält eine (Bar-)Abfindung, die über dem Buchwert seines Kapitalanteils liegt. Bisher wurde allein die sog. Aufstockungslösung als zulässig erachtet. Hierbei werden die anteilig auf den ausscheidenden Gesellschafter entfallenden und i. R. d. Abfindung vergüteten stillen Reserven bei den Vermögensgegenständen aktiviert, die stille Reserven enthalten. Diese Vorgehensweise ist auch nach der Neufassung von IDW RS HFA 7 zulässig. Fortan wird aber die Verrechnung eines positiven Differenzbetrags zwischen der Abfindung und dem Buchwert des Kapitalanteils mit dem verbleibenden Eigenkapital der Personenhandelsgesellschaft bevorzugt (sog. Verrechnungsmethode).
  • Weitere Anpassungen beziehen sich auf das HGB in der Fassung des BilRUG und das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften.
  • Im Vergleich zum Entwurf der Stellungnahme gab es nur kleinere Änderungen, so z. B. die Klarstellung, dass anders als die Anhangangaben nach § 285 Nr. 28 HGB der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB auch von Personenhandelsgesellschaften im Anhang oder unter der Bilanz anzugeben ist (§ 253 Abs. 6 Satz 3 HGB).
  • Die Neufassung gilt für die Aufstellung von Abschlüssen für Zeiträume, die nach dem 31.12.2018 (im Entwurf noch: 31.12.2017) beginnen.

4.4 IDW RS HFA 11 n. F.: Bilanzierung entgeltlich erworbener Software beim Anwender (Stand: 18.12.2017)

  • Primär werden punktuelle Anpassungen an den erstmals verpflichtend auf Konzernabschlüsse für das nach dem 31.12.2016 beginnende Geschäftsjahr anzuwendenden DRS 24 "Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss" vorgenommen.
  • Gegenüber dem Entwurf vom 25.10.2017 ergeben sich keine inhaltlichen Änderungen.
  • Die prospektiv anzuwendende Neufassung gilt erstmals für die Aufstellung von Abschlüssen für Berichtsperioden, die nach dem 31.12.2017 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
  • Zu Einzelheiten s. Kap. A.2.5.

4.5 IDW RS HFA 17: Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss (Stand: 11.7.2018)

  • Folgeänderung aufgrund der Verabschiedung von IDW PS 270 n. F.
  • Der erste Satz von Tz. 2 wird wie folgt geändert: Die Einschätzung, unter welchen Voraussetzungen von der Annahme des Going Concern abzuweichen ist, und die für den Fall zu beachtenden Angabepflichten, dass eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die einzeln oder insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, sind Gegenstand des IDW PS 270 n. F.

4.6 IDW RS HFA 31 n. F.: Aktivierung von Herstellungskosten (Stand: 18.12.2017)

  • Primär werden punktuelle Anpassungen an den erstmals verpflichtend auf Konzernabschlüsse für das nach dem 31.12.2016 beginnende Geschäftsjahr anzuwendenden DRS 24 "Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss" vorgenommen.
  • Gegenüber dem Entwurf vom 25.9.2017 ergeben sich keine inhaltlichen Änderungen.
  • Die prospektiv anzuwendende Neufassung gilt erstmals für die Aufstellung von Abschlüssen für Berichtsperioden, die nach dem 31.12.2017 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
  • Zu Einzelheiten s. Kap. A.2.6.

4.7 IDW RS HFA 44: Vorjahreszahlen im handelsrechtlichen Konzernabschluss und Konzernrechnungslegung bei Änderungen des Konsolidierungskreises (Stand: 30.11.2017)

  • Neben redaktionellen Änderungen wurde insbesondere eine Klarstellung hinsichtlich des Umfangs der einzubeziehenden Zahlen bei unterjährigem Erwerb eines Tochterunternehmens sowie des Umfangs der erstmaligen Pflicht zur Konzernrechnungslegung vorgenommen.
  • Zu Einzelheiten s. Kap. A.2.7.

4.8 IDW RS HFA 50: IFRS-Modulverlautbarung Modul IFRS 9 – M1: Kreditzusagen i. Z. m. der Lieferung von Gütern oder der Erbringung von Dienstleistungen (Stand: 12.6.2018)

  • Es geht um Verträge, die für das liefernde Unternehmen nicht nur eine Verpflichtung begründen, in der Zukunft Güter zu liefern bzw. Dienstleistungen zu erbringen, sondern zusätzlich auch den Kaufpreis zu vorab festgelegten Konditionen zu finanzieren. Ob aufgrund einer solchen Vereinbarung im Zeitraum zwischen der Zusage und der Leistung Wertminderungen nach IFRS 9 zu bilden sind, beantwortet Modul IFRS 9 – M1.

4.9 IDW RS HFA 50: IFRS-Modulverlautbarung Modul IFRS 3 – M1: Unternehmenszusammenschlüsse unter Verwendung einer neu gegründeten Gesellschaft bzw. einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft ohne Geschäftsbetrieb i. S. v. IFRS 3 (Stand: 8.8.2018)

  • Das Modul IFRS 3 – M1 thematisiert Unternehmenszusammenschlüsse unter Verwendung einer neu gegründeten Gesellschaft bzw. einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft (ohne Geschäftsbetrieb i. S. v. IFRS...

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