Bilanz Check-up 2019: Natio... / 5.5.3 Arbeit auf Abruf

Die zulässige abrufbare Arbeitszeit von auf Abruf Beschäftigten soll durch eine Anpassung des § 12 TzBfG beschränkt werden. Wie bisher, muss die Vereinbarung der Arbeit auf Abruf die wöchentliche und tägliche Arbeitszeit festlegen. Fehlt es an einer Festlegung der wöchentlichen Arbeitszeit, so gilt nach der Modifikation des § 12 TzBfG-RegE eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden (statt bisher 10 Stunden) als vereinbart. Die Vorgabe, der Arbeitnehmer müsse bei fehlender Festlegung der täglichen Arbeitszeit die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens 3 aufeinander folgende Stunden in Anspruch nehmen, bleibt von den Neuerungen unberührt.

Der Arbeitgeber darf fortan nur bis zu 25 % der vereinbarten wöchentlichen Mindestarbeitszeit zusätzlich abrufen. Wurde demgegenüber eine Höchstarbeitszeit vereinbart, darf der Arbeitgeber nur bis zu 20 % der wöchentlichen Arbeitszeit weniger abrufen. Wurde z. B. zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine wöchentliche Mindestarbeitszeit von 10 Stunden vereinbart, so darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer maximal 12,5 Stunden einsetzen. Vereinbaren die Parteien eine Höchstarbeitszeit, so hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mindestens 8 Stunden zu beschäftigen.

Weiterhin soll § 12 TzBfG bezüglich der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie der Entgeltberechnung an Feiertagen ergänzt werden. So wird der Berechnung die durchschnittliche Arbeitszeit der letzten 3 Monate vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit bzw. des Feiertags als Referenzzeitraum zugrunde gelegt. Zeiten von Kurzarbeit, unverschuldeter Arbeitsversäumnis, Arbeitsausfällen und Urlaub im Referenzzeitraum bleiben außer Acht. Sofern das Arbeitsverhältnis noch keine 3 Monate bestanden hat, ist der entsprechend kürzere Zeitraum zugrunde zu legen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Finance Office Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Finance Office Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge