Bilanz Check-up 2019: Natio... / 3.3 Zeitplan für die Einführung der EPSAS

Mit dem Ziel, eine inhaltliche Diskussionsgrundlage für die Einführung der EPSAS zu schaffen, sieht der derzeitige Zeitplan immer noch vor, dass in einem 4-Jahres-Zeitraum bis 2019 zuerst die technischen Grundlagen sowie die Entwürfe der Standards erarbeitet werden sollen, welche insgesamt die Basis für die erforderliche Gesetzesfolgenabschätzung (impact assessment) darstellen. EY wurde von Eurostat mit der Erarbeitung von Teilen der Gesetzesfolgenabschätzung sowie der Durchsicht des Gesamtdokuments beauftragt. Es ist vorgesehen, dass die Gesetzesfolgenabschätzung im November 2018 der EPSAS Working Group vorgestellt werden soll. Erst in einem letzten Schritt sollen dann die entsprechenden rechtlichen Grundlagen für die Einführung der EPSAS in den Mitgliedstaaten geschaffen werden. Sobald die gesetzlichen Grundlagen gelegt sind, sollen die EPSAS dann anhand eines stufenweisen Ansatzes eingeführt werden. Der Zeitplan sieht hierfür einen Übergangszeitraum von 5 Jahren vor. Im Unterschied zum ursprünglich angedachten Ablauf soll diese Vorgehensweise der Politik eine bessere Beurteilung des neu zu schaffenden Systems auf der Grundlage einer deutlich weiteren Entwicklungstiefe des EPSAS-Projekts ermöglichen.

Auch vor diesem Hintergrund werden die Mitgliedstaaten von Eurostat (auch durch finanzielle Förderung seitens Eurostat bzw. den Structural Reform Support Service) dazu ermutigt werden, in der Übergangsphase freiwillig ein doppisches Rechnungslegungssystem, gegebenenfalls auf Basis der IPSAS, zu implementieren. Dies hat in den vergangenen Jahren zu verstärkten Aktivitäten im Bereich der Reform des öffentlichen Rechnungswesens auf allen Verwaltungsebenen von Mitgliedstaaten geführt.

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