Bilanz Check-up 2019: Inter... / 2.7 Änderungen an IAS 19: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung

Der IASB hat am 7.2.2018 die "Änderungen an IAS 19: Planänderung, -kürzung oder –abgeltung" veröffentlicht. Die Änderungen regeln die Behandlung von Änderungen, Kürzungen und Abgeltungen eines leistungsorientierten Pensionsplans neu.

Grundsätzlich sieht IAS 19 vor, dass der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen auf Nettoschulden (Vermögenswerte) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu Beginn des Geschäftsjahres auf Basis versicherungsmathematischer Annahmen zu bestimmen sind. Durch die Änderungen wurde klargestellt, dass bei Änderung, Kürzung oder Abgeltung des Plans für den restlichen Teil des Geschäftsjahres der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen ab dem Zeitpunkt der Plananpassung auf Basis der versicherungsmathematischen Annahmen zu bestimmen sind, welche für die Neubewertung der Nettoschuld zum Zeitpunkt der Plananpassung verwendet wurden.

Die Auswirkungen einer Vermögensobergrenze (asset ceiling) sind nach einer Plananpassung ebenfalls neu zu bestimmen. Klargestellt wurde in diesem Zusammenhang, dass zunächst die Erfolgswirkungen aus einer Planänderung, -kürzung oder –abgeltung ohne Berücksichtigung der Auswirkungen einer Vermögensobergrenze zu ermitteln sind. In einem 2. Schritt ist dann die Veränderung der Vermögensobergrenze zu ermitteln und im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Die Änderungen sind – vorbehaltlich des noch ausstehenden EU-Endorsements – prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2019 beginnen.

 

Literatur

  • Bischof/Chamczyk/Bellert, IAS 19 – Bilanzierung von Pensionszusagen nach Sonderereignissen, DB 2018, S. 2061 ff.

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