Bertram/Brinkmann/Kessler/M... / 3.2.1 Besondere Umstände der Kenntniserlangung
 

Rz. 21

Dem Täter muss das Geheimnis in seiner Eigenschaft als AP, Gehilfe eines AP oder als Beschäftigter einer Prüfstelle im Rahmen seiner Prüftätigkeit bekannt werden. § 333 Abs. 1 HGB setzt also voraus, dass der Täter zum Zeitpunkt, in dem er Kenntnis von dem Geheimnis erhält, AP, Gehilfe oder Beschäftigter einer Prüfstelle ist. Ist er dies nicht, liegt kein Fall des § 333 HGB vor.

 

Rz. 22

Ebenso erfasst § 333 HGB nicht die Offenbarung von Geheimnissen, die zwar zeitgleich während einer Prüfung, aber außerhalb der Prüfung (z. B. bei gleichzeitiger Steuer- oder Unternehmensberatung) erlangt werden. In diesen Fällen kann jedoch die allgemeine Strafvorschrift des § 203 StGB greifen.

 

Rz. 23

Nicht erforderlich ist, dass der Täter im Zeitpunkt der Offenbarung bzw. Verwertung noch AP, Gehilfe oder Beschäftigter der Prüfstelle ist.

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