Bertram/Brinkmann/Kessler/M... / 2.3.2 Inhaltliche Anforderungen an den Konzernlagebericht (Nr. 2)
 

Rz. 14

Problematisch war und ist die Beurteilung der Gleichwertigkeit bei Fehlen eines Konzernlageberichts, den die KonBefrV entgegen Art. 11 Abs. 1 b) der 7. EG-RL verlangte bzw. der mit Verweis auf § 292 Abs. 1 Hs. 2 Nr. 2 HGB weiterhin Bestand hat. Danach wird für die Befreiungswirkung des Drittstaaten-Konzernabschlusses die Aufstellung eines Konzernlageberichts oder eine gleichwertige Berichterstattung verlangt, die sich nach dem für den entfallenden Konzernabschluss maßgeblichen Recht eines EU-/EWR-Staates richtet. Nach bisheriger – und wegen der Bezugnahme auf § 292 Abs. 1 Hs. 2 Nr. 1 a) HGB – weiterhin geltender Auffassung kann dieses Kriterium auch als erfüllt angesehen werden, wenn bspw. eine andersartige Rechnungslegung im Drittstaat (z. B. durch Anhang- statt Lageberichtsangaben oder Fehlen einzelner nebensächlicher Detailinformationen) erfolgt. Ein um ein MD&A erweiterter US-GAAP- oder IFRS-Abschluss wird daher gleichwertig i. S. d. Norm sein.

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