Anzahlungen / 1.3 Einnahmen-Überschussrechnung

Bei der Einnahmen-Überschussrechnung werden Einnahmen und Ausgaben entsprechend ihrer tat­sächlichen Zahlungen erfasst. Im Gegensatz zur Bilanzierung führen deshalb die Vereinnahmung einer Anzahlung mit ihrem Bruttobetrag zu einer Betriebseinnahme und die Verausgabung zu einer Betriebsausgabe. Ist aus der Anzahlung Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen, führt deren Zahlung wiederum zu einer Betriebsausgabe.

Anzahlungen auf Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens stellen jedoch keine sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben dar. Sie gehen vielmehr in die Anschaffungs- und Herstellungkosten und damit in die Abschreibung des erworbenen Wirtschaftsguts ein. Der Beginn der Abschreibung kann aber durch eine Anzahlung nicht vorgezogen werden, diese kann nach allgemeinen Abschreibungsgrundsätzen erst mit Erhalt der Leistung vorgenommen werden. Geht die geleistete Anzahlung jedoch verloren, ist diese als Betriebsausgabe zu behandeln.

Entsprechende Grundsätze gelten bei der Ermittlung der Überschusseinkünfte.

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