Anlagevermögen oder Umlaufv... / 3.2 Umgliederung aufgrund Nutzungsänderung

Nach R 6.1 Abs. 2 EStR gehören nur die Wirtschaftsgüter zum Umlaufvermögen, die zur Veräußerung, zur Verarbeitung oder zum Verbrauch angeschafft oder hergestellt worden sind. Ein Vermögensgegenstand/Wirtschaftsgut wird dann Anlagevermögen, wenn sich seine bisherige Nutzung ändert und die bisherige Nutzung nicht unverändert aufrechterhalten bleiben kann.

Wirtschaftsgüter, die ursprünglich speziell zum Verkauf angeschafft und bestimmt sind, müssen dem Anlagevermögen zugeordnet und gegebenenfalls abgeschrieben werden, wenn sie längerfristig im Unternehmen genutzt werden. Werden zum Beispiel Waren als Musterstücke oder Vorführobjekte genutzt, müssen diese Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens zwangsweise ab Nutzungsänderung dem Anlagevermögen zugeordnet werden.

 

Praxis-Beispiel

Umnutzung eines Pkw als Werkstattwagen

Ein Unternehmen betreibt einen Kfz-Handel. Die Geschäftsleitung entscheidet, einen ursprünglich zum Verkauf erworbenen Neuwagen längerfristig im Betrieb als Werkstatt- und Kundenfahrzeug zu nutzen. Eine Veräußerung ist damit in nächster Zeit ausgeschlossen und nicht beabsichtigt.

Ergebnis: Ab der geänderten Zweckbestimmung muss eine Umqualifizierung vom Umlauf- zum Anlagevermögen erfolgen. Der Pkw ist somit planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreiben.

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