Anhang nach HGB / 2.2.1.2.4 Angabe zu einem "aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung"
 

Rz. 77

Sofern bei der Aufrechnung von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Vermögensgegenstände i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), mit den zu verrechnenden Altersversorgungsverpflichtungen ein positiver Saldo entsteht, ist dieser unter § 266 Abs. 2 E. HGB ("aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung") in der Bilanz auszuweisen; bei einem negativen Überhang kommt ein Ausweis nur unter den "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" in Betracht.

Im Anhang ist, unabhängig davon, ob ein aktiver oder passiver Überhang besteht, die Angabepflicht des § 285 Nr. 25 HGB zu erfüllen. So sind als auf diesen Posten angewandte Bewertungsmethoden anzugeben:

  • Bewertung der Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB; zusätzliche Angabepflichten für den beizulegenden Zeitwert resultieren aus § 285 Nr. 20a HGB (vgl. Rz. 97);
  • Bewertung der zu verrechnenden Altersversorgungsverpflichtungen zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (vgl. Rz. 78 ff.).

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