Abschreibung nach Handels- ... / Zusammenfassung
 

Überblick

Sinn und Zweck der Abschreibung ist es, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren Vermögensgegenständen auf Zeit- oder Leistungseinheiten zu verteilen. Damit wird der durch eine Investition ausgelöste betriebliche Aufwand wirtschaftlich den Zeiträumen zugeordnet, in denen die wirtschaftlichen Ergebnisse des Einsatzes der Investitionsgüter erzielt werden. Ohne das Instrument der Abschreibungen wären die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögensgegenstände im Zeitpunkt des Entstehens als betrieblicher Aufwand zu buchen. Nur abnutzbare Vermögensgegenstände unterliegen hierbei einer planmäßigen Abschreibung. Dagegen können sämtliche Vermögensgegenstände des Betriebsvermögens Gegenstand einer außerplanmäßigen Abschreibung sein. Dieser Beitrag behandelt die unterschiedlichen steuer- und handelsrechtlich zulässigen Abschreibungsmethoden.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Die gesetzliche Regelung für planmäßige Abschreibungen im Handelsrecht findet sich in § 253 Abs. 3 HGB i. d. F. des BilRUG, die steuerrechtliche ist in § 7 Abs. 1 (für bewegliche Wirtschaftsgüter) und Abs. 4 EStG (für Gebäude) normiert.

Die handelsrechtliche Regelung für außerplanmäßige Abschreibungen ist in § 253 Abs. 3 Satz 5 und Abs. 4 Satz 1 HGB zu finden, die steuerrechtliche für außergewöhnliche Abschreibungen in § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2, § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2, § 7 Abs. 1 Satz 7 und § 7 Abs. 4 Satz 3 EStG. Für den Bereich der steuerlichen Abschreibungen sind zudem bestimmte Sonderregelungen in §§ 7b ff. EStG normiert, die erhöhte Abschreibungssätze in bestimmten als förderungswürdig angesehenen Fällen regeln.

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