10.04.2014 | Umsatzsteuer

Die 1%-Methode zur Ermittlung der privaten Nutzung eines Firmenwagens

Bild: Haufe Online Redaktion

Die 1%-Methode zur Ermittlung der privaten Nutzung eines Firmenwagens ist grundsätzlich bei der Einkommen- und Lohnsteuer anzuwenden. Bei der Umsatzsteuer handelt es sich um einen tauschähnlichen Umsatz, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Firmenwagen überlässt, den der Arbeitnehmer auch für private Fahrten nutzen darf. Hinsichtlich der Umsatzsteuer gibt es Unterschiede bei der Überlassung an Arbeitnehmer und der privaten Nutzung des Unternehmers selbst.

Firmenwagen: Umsatzsteuer für die Privatnutzung nach der 1%-Methode

Die 1%-Methode zur Ermittlung der privaten Nutzung eines Firmenwagens ist grundsätzlich bei der Einkommen- und Lohnsteuer anzuwenden. Bei der Umsatzsteuer handelt es sich um einen tauschähnlichen Umsatz, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Firmenwagen überlässt, den der Arbeitnehmer auch für private Fahrten nutzen darf. Die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist der Wert der Arbeitsleistung, der nicht durch Barlohn abgegolten ist. Aus Vereinfachungsgründen kann der lohnsteuerliche Wert nach der 1%-Regelung auch bei der Umsatzsteuer angesetzt werden. Dabei ist der Wert nach der 1%-Regelung als Bruttowert anzusehen, aus dem die Umsatzsteuer herauszurechnen ist (Abschn. 1.8. Abs. 8 Satz 3 UStAE).

Nutzt der Unternehmer selbst einen Firmenwagen auch für Privatfahrten, kann bei der Nutzungsentnahme ebenfalls nach 1 % - Regelung vorgegangen werden. Wird der 1%-Wert bei der Umsatzsteuer angesetzt, können davon pauschal 20% abgezogen werden für Kosten, die nicht mit Vorsteuern belastet sind. Der so ermittelte Betrag ist ein Nettowert, auf den die Umsatzsteuer mit dem allgemeinen Steuersatz aufzuschlagen ist.

Beispiel für einen Bruttolistenpreis von 30.000 EUR:

a) Firmenwagen, Überlassung an den Arbeitnehmer

30.000 EUR x 1% = 300 EUR pro Monat x 12 =  3.600,00 EUR
Nettobetrag (3.600 EUR : 1,19 =)3.025,21 EUR
Umsatzsteuer574,79 EUR

b) Firmenwagen des Unternehmers

30.000 EUR x 1% = 300 EUR pro Monat x 12 =3.600 EUR
abzüglich 20% (720 EUR)2.880,00 EUR
Umsatzsteuer 19%547,20 EUR
Privatentnahme einschließlich Umsatzsteuer3.427,20 EUR
Privatentnahme ohne Umsatzsteuer720,00 EUR
Privatentnahme insgesamt4.147,20 EUR


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Schlagworte zum Thema:  1%-Regelung, Private Pkw-Nutzung

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