25.07.2012 | Serie Repräsentationskosten

Repräsentationskosten – der Begriff ist nicht eindeutig definiert

Serienelemente
Aufwendungen für die Kundenpflege sind abzugsfähig
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Begriff der Repräsentationskosten ist nicht eindeutig definiert. Zum Teil werden unter Repräsentationskosten Kosten der Lebensführung verstanden, welche durch die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen veranlasst sind.

Nach anderer Auffassung zählen zu den Repräsentationskosten Aufwendungen für die Kundenpflege, für Werbung usw. Bestimmte Einzelfälle sind im EStG geregelt; in § 4 Abs. 5 EStG sind bestimmte Abzugsverbote fixiert.

Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung: Blumenstrauß

Die Ehefrau eines Geschäftsfreundes des Bauunternehmers Hans Groß wird am 17. Juni 2012 50 Jahre alt. Hans Groß schickt ihr einen Blumenstrauß. Er zahlt 32,10 EUR bar (30 EUR Kosten für die Blumen und 7 % USt).

Buchungsvorschlag:

SKR 03

4640

Repräsentationskosten

30,00

 

 

 

 

1571

Abziehbare Vorsteuer 7 %

2,10

an

1000

Kasse

32,10

SKR 04

6630

Repräsentationskosten

30,00

 

 

 

 

1401

Abziehbare Vorsteuer 7 %

2,10

an

1600

Kasse

32,10

Grundsätze der Aufteilung gemischter Aufwendungen

Der große Senat des BFH hat mit Beschluss vom 21.9.2009 entschieden, dass § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG kein allgemeines Aufteilungs- und Abzugsverbot für Aufwendungen normiert, die sowohl durch die Einkünfteerzielung als auch privat veranlasste Teile enthalten (gemischte Aufwendungen). Als Folge dieser Entscheidung musste die Finanzverwaltung ihre Auffassung bezüglich gemischter Aufwendungen ändern. Ihre neue Auffassung hat sie mit BMF-Schreiben vom 6.7.2010 (Az.: IV C3 – S 2227/07/10003) geregelt.

(BFH, Beschluss vom 21.9.2009, Az.: GrS 1/06)

Diese Informationen könnten Sie auch interessieren:

Topthema Arbeitszimmer

Schlagworte zum Thema:  Repräsentationskosten, Betriebsausgaben

Aktuell

Meistgelesen